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AW: chinesisches beinarbeitssystem
Also wir hatten durch Glück mal einen vereinslosen chinesischen Tischtennisspieler/Studenten in unserem Verein. Der hat zwar lange nicht trainiert war in seiner Jugend aber einer der besten Jugendlichen in seiner Provinz (z.B. zweiter bei den Uni-meisterschaften). Der Gute war auch Penholder und ich kann euch sagen, dass er definitiv den Kreuzschritt und Halbkreuzschritt verwendet hat und zwar bewusst. Ich wusste damals (eigentlich bevor ich diesen Thread gelesen habe) nicht wie diese Technik heisst, war aber völlig unfähig die Balleimerübungen, die er gemacht hat zu erspielen. Er hat uns dann genau gezeigt, wie die Laufwege auzusehen haben. Ich hab mir fast die Beine verknoten, um das nachzumachen und war völlig perplex, dass ich es ganz anders beigebracht bekommen habe. Im Endeffekt hat er aber bei dem großen Kreuzschritt nicht wie hier beschrieben mit einer kurzen Topspinbewegung + Rumpdrehung gespielt sondern immer eine lange Bewegung voll auf Punkt. Ich denke, dass macht es auch für Europäer oder zumindest für mich schwer diese Technik zu verwenden. Die Bewegung in die lange Vorhand sollte immer so sein, dass man auch wieder zurück kommt. Bei diesem Kreuzschritt bin ich immer (vielleicht auch auf Grund mangelnder Beinmuskulatur) übergekippt, so dass ich dann auf der RH stand. Mein Topspin ist aber auch nie so hart, dass der direkte Punkt für mich fiel. Eine andere interessante Bewegung, die er oft gemacht hat, war der Ausfallschritt mit dem rechten Bein aus der Grundstellung. Dabei kann man den Rumpf zwar nicht drehen, aber durch eine kurze Schlagbewegung hat er die Tops des Gegner dann reingeschossen, ähnlich wie beim Flip. Ich meine gerade der Kreuzschritt ist für die Eurpäer ein Notlösung, während sie für die Chinesen (Penholder) zum Schlagrepetoire gehört. Habe unseren Chinesen auch kaum auf seien Vorhand gespielt obwohl er oft links neben der Platte stand.
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