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Alt 06.09.2018, 12:26
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AW: DER Thread für politisch Interessierte

Zitat:
Zitat von Noppenzar Beitrag anzeigen
...Daneben ist ein Supermarkt dessen Marktleiter ich gut kenne ...
Ich wohne direkt in der Fußgängerzone in einem Mehrfamilienhaus mit einem Laden. Hier in der Fußgängerzone lungern viele Leute rum, ua Obdachlose (soweit ich das beurteilen kann ausschließlich Deutsche), Menschen mit eher dunklerer Hautfarbe und aggressive Kampfmuttis mit düsterem Blick und auf Einkaufskrawall gebürstet. Die Anzahl von Flüchtlingen ist in den letzten Jahren bei uns optisch deutlich gestiegen – auch wenn man die Berichte aus der Zeitung nicht kennt. Und soll ich Dir was sagen, was man hier von den Ladenbesitzern hört: GAR NICHTS !! Und rate mal, mit wie vielen Sätzen diese THEMATIK bei der Bürgerversammlung am Dienstag besprochen wurde. Richtig, mit GAR KEINEM.

Und, was sagt uns das jetzt. GAR NICHTS. Meine Geschichte könnte genauso erstunken und erlogen sein wie Deine es sein könnte. Oder durch selektive Wahrnehmung getunt. Vielleicht lebe ich ja tatsächlich in ner linksradikalen Kommune im Odenwald! Vielleicht stimmen auch beide Geschichten. Läßt sich dann eine der beiden Geschichten auf Deutschland übertragen? Oder gar beide? Aus der Arbeit der Presse könnte man vielleicht etwas lernen. Oder von denen, die aus kleinen Geschichten eine Hysterie erzeugen?! Oder auch nicht.

Ich möchte gerne auch in einem Deutschland leben, in dem man möglichst wenig mit Kriminalität zu tun hat und ich hoffe und vordere auch, dass der Staat alles Mögliche unternimmt, um das zu gewährleisten. Ich befürchte halt einfach nur, dass die Sorgen und Nöte der besorgten Bürger von Chemnitz weniger aus Erfahrungen, denn aus alternativen Medien und Alltagssorgen kommen, die keinen direkten Zusammenhang zu den Flüchtlingen haben – zum Beispiel das starke Gefühl der Ungerechtigkeit!

Aber was man aus Chemnitz und anderen Städten ganz klar ersehen kann ist mMn, dass vielen/manchen Menschen eine Plattform fehlt, seine/ihre Alltagssorgen Luft zu machen, Politik zu gestallten.

Ich weiß nicht mehr genau, welches Land es war, aber ich glaube es waren die NL. Dort werden auf eine bestimmte Zeit Bürger in ein Gremium gelost, die sich mit Berufs- und Freizeitpolitikern zusammen aktiv an der Politik der Region beteiligen. Finde ich ne tolle Idee. Dort kann man dann die Sorgen und Nöte der Kleinen Leute (und großen) gezielt und mit offenem Ohr besprechen, ohne an das nächste Wahlergebnis zu denken.
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Bertrand Russell

Geändert von Fozzi (06.09.2018 um 12:40 Uhr)