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Zitat von Armendariz
Aber wo ist da die Henne und das Ei?
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Beim Bio-Bauern.
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Zitat von Armendariz
Und wenn parallel dazu noch richtige Fördermaßnahmen greifen, dann ist der Dealer nach dem dritten Mal mit Drogen und Anzeige erwischt vielleicht doch mal versucht, sich beim Bäcker gegenüber für eine Ausbildung zu bewerben.
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Das ist sehr idealisiert und theoretisiert. In der Realität kommt sowas wie oft vor?
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Zitat von Armendariz
Das Problem ist wie ein glitschiges Seifenstück. Wenn ich es von irgendeiner Seite anpacke, dann springt es aus der Hand. Deshalb braucht es halt ineinander verschränkte Konzepte statt ideologisches "Nur Polizei stärken und alle abschieben" vs. "Mit ein bisschen Liebe und Verständnis wird das schon".
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Sicher, doch welche Konzepte sollen das sein und welchen Preis müssen wir dafür zahlen?
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Zitat von Chris Kratzenstein
Laut Snape geben wir also auf und bilden geduldete Bereich vor denen wir dann unsere Kinder warnen, dass Sie da nicht hingehen sollen. Was machen dann aber wohl die Jugendlichen wenn die Eltern ihnen das sagen?
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Na das gleiche was wir gemacht haben, unsere Eltern, Großeltern usw.
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Zitat von Chris Kratzenstein
Es gibt keine einfache Lösung dafür. Aber höhere Präsenz ist sicherlich kein komplett falscher Weg.
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Sehe ich genau so.
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Zitat von Chris Kratzenstein
Die Frage Sicherheit zu Überwachung ist immer schwierig. Weil eigentlich ist doch die Überwachung an sich noch gar nicht das Problem sondern es ist die Angst, dass aus der Überwachung heraus etwas gegen einen genutzt wird. Auch das ist erst einmal nur eine Angst und keine Tatsache. Genau wie die gefühlte Angst wegen fehlender Sicherheit. Eben nur das andere Extrem.
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Das muss man schon etwas differenzierter betrachten, denn beim Thema Überwachung stellen sich viele Fragen, die nicht gut beantwortet werden können. Erfahrungen und Missbrauch aus der Vergangenheit sind hierbei auch alles andere als hypothetische Szenarien. Natürlich weiß man nicht, ob auch aktuell Missbrauch betrieben würde. Doch wie groß ist die Chance, dass der Hund die ihm hingehaltene Wurst auch isst?
Eine Überwachungsstruktur, aus der heraus beliebig und willkürlich gegen jeden vorgegangen werden kann, darf gar nicht erst entstehen und man muss nicht abwarten, bis erst einmal etwas passiert. Dann ist es diesmal sicherlich zu spät. Ein willkürlicher Machtmissbrauch wäre auch nicht mehr als "hypothetisch" abzuschwächen, sondern hier rast man sehenden Auges auf den Abgrund zu - ist nicht schlimm, der Fahrer wird schon aufpassen. Aus dem 10. Stock aus dem Fenster fallen und in der 1. Etage unbekümmert feststellen "ist doch nichts passiert".
- Wer überwacht die Wächter?
- Mit welcher Berechtigung soll überwacht werden?
- Wenn die Regierung ihrem Volk nicht traut, wieso sollte das Volk der Regierung trauen?
- Generalverdacht, Umkehrung der Unschuldsvermutung - nicht schlimm?
- Wie kann sichergestellt werden, dass "Beweise" einem nicht untergejubelt wurden?
Letztlich ist Überwachung ein Instrument, um Menschen zu kontrollieren und Macht zu festigen oder zu erlangen. Überwachung wird gerne unter dem Deckmantel "Sicherheit" verkauft, was zwar nicht gelogen ist, aber eine andere Sicherheit bedeutet, als den Überwachten suggeriert wird. Die entscheidende Sicherheit, die dadurch gewonnen wird, ist die der Mächtigen, der Überwacher, ganz sicher nicht der Überwachten. Ob dadurch ein paar Kleinkriminelle mehr gefasst werden, damit für die Überwachten die Illusion einer gesteigerten Sicherheit erhalten bleibt, spielt hierbei keine Rolle.
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Zitat von Chris Kratzenstein
Man hat Angst vor etwas. Ob dies rational ist oder nicht ist zweitrangig. Und Personen die Angst haben fühlen sich nicht wohl und werden das irgendwann zum Ausdruck bringen.
Nichts anderes ist es bei den neuen Polizeigesetzen. Man hat Angst, dass es dazu führt, dass die Polizei dies ausnutzen wird obwohl einem selber noch gar nichts passiert ist und alles andere Einzelfälle sind. Nichts anderes ist es bei der Migration und den auftretenden Einzelfällen mit kriminellen Ausländern.
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Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen und bagatellisierst das Thema Überwachung. Eine simple Kausalkette
könnte hier in Gang gesetzt werden unter
Benutzung der Ausländer-/Flüchtlings-/Migrantenthematik:
Angst schüren (wuah, böse böse Flüchtlinge!) -> Volk möchte mehr Sicherheit -> Regierung liefert Sicherheit u.a. durch Überwachung -> Volk wird kontrollierbar -> Macht(erhalt)
Yippie!
Mich wundert lediglich, warum die Regierung bei dem aktuellen Migranten-Spiel nicht mitmacht. Die AfD, wäre sie an der Regierung, hätte diesbezüglich sicher keine Hemmungen. Möglich, dass u.a. durch, wie heißt die Vorratsdatenspeicherung noch gleich - "Höchstspeicherfrist" oder so?, die Regierung momentan noch zufrieden ist und per weiterer Salamitaktik langsam und subtil vorgehen möchte. Biometrische Pässe haben wir bereits, die eGK ist nicht weniger kritisch zu betrachten und das bayrische Polizeistaatsgesetz ist auf dem Weg - auch auf dem Weg, Vorreiter für andere Bundesländer und vielleicht sogar für die Regierung zu werden. OK, das erklärt die Zurückhaltung beim Migrantenspiel.