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AW: Europameisterschaften 2018 (18.09. - 23.09.2018, Alicante, ESP)
Hallo,
ich finde die Diskussion zum Zustand des europäischen und deutschen Tischtennis sehr interessant. Ich muss mich der Fraktion anschließen, die dem Tischtennis hier keinen guten Zustand bescheinigt. Ich halte es für realitätsfern, wenn man sagt, dass die Deutschen die Chinesen Europas sein. Die Chinesen „gewinnen“ Bronze meistens nur, wenn sie im Halbfinale gegen andere Chinesen verloren haben. Alles andere ist eine Ausnahme. Einzig Timo Boll und Ovtcharov haben ein TOP-Ten Niveau, auch wenn es bei Weltmeisterschaften nie reicht. Davon lebt die deutsche Mannschaft seit Jahren. Bei den Damen hat Europa schon jedlichen Anschluss verloren. Die Deutschen sind mal wieder alle im Viertelfinale raus. Da haben auch nicht die Chinesinnen geholfen, besonders die beiden Deutschen haben bei Europameisterschaften keinen Einzeltitel gewonnen. Das ist auch kein Nationalismus, da sie meistens ausschließlich zum Tischtennisspielen gekommen sind und nicht wegen des tollen Wetters.
Der Tischtennis-Sport täte gut daran, wenn keine Ü30 oder sogar Ü40 Spieler in der ersten Reihe stehen würden. Die Chinesinnen haben beim europäischem Publikum auch keine Begeisterung ausgelöst. Des Weiteren wäre es hilfreich, wenn man die Spieler auch als Sportler nach westlichen Maßstäben erkennen könnte und die Spieler nicht direkt bei jeder engen Situation fast in Tränen ausbrechen würden. Zum Beispiel: Petrissa Solja verliert den Satz nach 8:4 Führung mit 8:11. Es wäre auch schön gewesen, wenn der Noch-Europameister Lebesson auch mal bei internationalen Turnieren für Schlagzeilen gesorgt hätte.
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