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Zitat von Gallifax
Du brauchst Kohlenhydrate und Mineralien sowie Vitamine um es zu vereinfachen für Dein Leben und Dein Sport, aber gute Kohlenhydrate.
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Aber nicht so viele Kohlehydrate wie man i.A. zu sich nimmt. Der KH-Speicher in den Muskeln und in der Leber ist sowieso nicht unendlich. Ich habe letztens was von 300-500g gelesen.
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Zitat von Gallifax
Zusammenfassend läßt sich sagen drei Stunden vor dem Spiel sollte Schluß sein mit dem Essen als Hauptmahlzeit.
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Das ist sehr individuell und lässt sich so nicht pauschalisieren. Das muss jeder selbst für sich herausfinden.
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Zitat von Gallifax
Misch Dir was mit Obst und guten Kohlenhydraten + Eiweiß und Fetten(gute Fette=z. B ungeröstete Nüsse/Mendeln) zusammen, Nüsse so bei 10 % Anteil sonst wird es zuviel Fett.
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Alternativ kann es auch etwas mehr Fett sein (aufpassen, da Fett doppelt so viele Kalorien hat wie Eiweiß und KH) und etwas weniger KH, belastet auch den Insulinspiegel nicht so.
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Zitat von Armendariz
Viele TT-Profis hab ich auch mit Powerrade/Iso in der Satzpause gesehen. Das sollte doch das gleiche sein?
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Der Körper verliert bei solchen Anstrengungen Mineralien und Nährstoffe, die durch Isotonische Getränke wieder aufgefüllt werden.
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Zitat von Armendariz
Aber kurze Zwischenfrage an die Experten: Wenn man nach 5+x Spielen irgendwann muskulär und mental durch ist, würdet ihr dann zu Zuckerzufuhr raten?
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Bin kein Experte, vermute jedoch, dass es dann schon zu spät sein könnte mit der Zufuhr. Aber besser als nichts. Lieber zwischendurch etwas Energie (wenn überhaupt), denn die braucht Zeit, um dort anzukommen, wo sie benötigt wird.
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Zitat von Armendariz
Hab gelesen, dass Marathonis ab km 32 (also je nach Leistungsstand so 35-50min vor dem Ziel) noch Zucker zuführen, um gut durch den Hammermann zu kommen. Z.B. in Form von Cola, aber auch Dextrose und Gels. Dann aber konsequent nachlegen, um nicht vor dem Ziel einzubrechen.
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Hierzu gibt es verschiedene Informationen.
Zunächst einmal: Was ist der Hammermann? Der Hammermann (oder auch Mann mit dem Hammer) kommt, wenn der KH-(Glykogen-)Speicher leer ist. Ganz leer. Das kommt daher, dass die Energiebereitstellung (Stoffwechsel) aus Kohlehydraten und Fetten gewährleistet wird und dieser Vorrat irgendwann aufgebraucht ist. Hierbei geht der KH-Speicher schneller zur Neige, weil KH schneller verstoffwechselt werden können - und auch müssen bei intensiver Anstrengung. Wenn der Glykogenspeicher leer ist, kommt die Energie nur noch aus den Fetten (vereinfacht dargestellt), doch die Verstoffwechselung von Fett ist deutlich langsamer, zu langsam für den Marathon, man hat keine Kraft mehr.
Je nachdem, wie gut der Läufer den Fettstoffwechsel trainiert hat, fällt der Fettanteil bei der Energiebereitstellung aus. Davon hängt ab, wann der Hammermann kommt. Bei einer hypothetischen Verteilung von 80-20 (KH zu Fett) kommt der Hammermann später als bei 90-10 (es gibt unterschiedliche Angaben über die Verteilung, ich habe Werte von 75-25 bis 95-5 gelesen). Mit entscheidend ist natürlich auch die Intensität. Bei 100% Leistung ist der Glykogenspeicher eher leer als bei 90% oder 80%. Prinzipiell soll der Hammermann irgendwo ab 2,5 - 3 Stunden bzw. zwischen 30 und 35 km eintreten, ist jedoch erneut individuell. Das unterscheidet deshalb auch den Halbmarathon vom Marathon, beim Halbmarathon läuft man nicht lange genug für den Hammermann.
Um dem Hammermann vorzubeugen, führen die Marathonis während des Laufens Energie zu. In welcher Form und in welcher Menge, ist wieder individuell. Manche nehmen Gels, andere vertragen sie nicht. Manche nehmen Cola, andere vertragen sie nicht. Kluge Marathonis probieren das vorher aus. Verträglicher sind entsprechende Getränke - soll Kipchoge jetzt bei seinem Weltrekord auch genommen haben.
Mir hatte vor ein paar Wochen ein Lauftrainer gesagt, dass man während eines Marathons ca. 1g KH/Zucker Zuführung pro kg Körpergewicht pro Stunde benötigt. Das wäre ziemlich viel, denn Gels enthalten üblicherweise so um 20g KH. Ich habe aber noch nie gehört oder gesehen, dass Marathonis sagen wir mal 4 Gels pro Stunde vertilgt haben.

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Zitat von Gallifax
Der letzte Satz ist aber sehr subjektiv zu betrachten, das ist bei Jedem anders und trifft bei mir auf Grund meines Spielstils nicht zu.
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Der Stoffwechsel und damit die Energieverwertung ist sowieso bei jedem anders.
Bei Typ-2-Diabetes hilft vielen übrigens eine low-carb-Ernährung, ebenso bei Bluthochdruck.