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Alt 25.09.2018, 14:56
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AW: Versteckte Aufschläge - Der Ma Long Aufschlag (Larry Hodges)

Zitat:
Zitat von Armendariz Beitrag anzeigen
Ja, dass Spieler wie Schlager, Gerell, Wang Liqin, Ma Lin etc. das schon betrieben haben, bevor Ma Long auf der internationalen TT-Szene unterwegs war (und da gab es die Regel auch schon).
Worauf bezieht sich dein "Ja"? Ich habe dir sehr viele Fragen gestellt, welche möchtest du denn beantworten?

Hodges schreibt ja selbst:
Zitat:
When the hidden serve ban first came about in 2002, it was mostly enforced and most players stopped hiding their serves. Then, a few top players discovered that if they did borderline serves in a way that the umpire wasn't sure whether it was hidden or not, most umpires wouldn't call it, though a few did. I believe Wang Hao was one of the first big stars to hide his serve consistently and get away with it.
Nirgendwo hat er behauptet, dass Ma Long der erste Aufschlagbetrüger seit 2002 ist. Aber er argumentiert, gut belegt mit Fakten, dass die von ihm praktizierte Art des regelwidrigen Hinter-Kopf-Aufschlages derzeit die dramatischste und dominanteste Art der Regelverletzung beim Aufschlag ist und in den letzten Jahren eine große Verbreitung erfahren hat. Das hast du noch nicht versucht zu widerlegen, also nehme ich an, du stimmst zu?

Zitat:
Zitat von Armendariz Beitrag anzeigen
Die haben und hatten z.T. auch deutlich bessere AS-Quoten als Ma Long.
Kannst du das denn belegen? Und welche Bedeutung hat das für die gegenwärtige Situation der regelwidrigen Aufschläge?

Zitat:
Zitat von Armendariz Beitrag anzeigen
Nur dass Ma Long eben einen der besten dritten Bälle hat, weshalb es auf einmal ein Problem ist.
Vielleicht ist es ihm ja möglich, einen so effektiven dritten Ball zu spielen, weil er durch regelwidrige Aufschläge qualitativ schwache Rückschläge erzwingt? Genau so habe ich zumindest die Aussagen von Timo Boll verstanden. Hast du da ernsthaft noch nicht darüber nachgedacht oder worauf möchtest du hier hinaus?

Hier geht es im übrigen nicht nur um Ma Long. Dass etwas "auf einmal ein Problem" ist, liegt also selbstverständlich nicht an ihm. Hodges beschreibt doch in dem pdf zur "Net Visibility Rule" sehr eindrucksvoll, wie im Jugendbereich der Hinter-Kopf-Aufschlag ein großer Wettbewerbsvorteil ist, der innerhalb von kurzer Zeit von fast allen Spielern erlernt wurde. Ignorierst du das absichtlich oder warum gehst du darauf nicht ein?

Zitat:
Zitat von Armendariz Beitrag anzeigen
Statistik zur Aufschlag-Erfolgsquote bei Olympia 2016:
https://fivethirtyeight.com/features...lympic-sports/

53% ist also dieser überragende Aufschlagvorteil im Profibereich, der dringend eingegrenzt werden muss
Diese Statistik ist eine interessante Idee, aber in der Umsetzung in meinen Augen nicht befriedigend gelungen. Du hast es auch ein bisschen irreführend beschrieben. Es ist keine Statistik zu ganz Olympia 2016, sondern nur zu "data for just two or three days of competition in each sport, generally including preliminary stages and knockout stages". Es ist leider vollkommen unbekannt, wie viele Partien in diese Statistik eingingen und von welchen Spielern diese Partien stammen. Daher ist die Aussagekraft und Nützlichkeit dieser Statistik für die vorliegende Diskussion leider sehr beschränkt bzw. in meinen Augen nahezu nicht gegeben.

(edit: Dass der Autor ganz offensichtlich keinerlei Ahnung von Tischtennis hat, erhöht meinen Glauben in die Bedeutsamkeit seiner Statistik leider auch nicht: "In table tennis, when playing singles you can serve to either side — left or right — on each point, which is not true in tennis. So if your goal is to hit it where the returner isn’t, singles provides a big advantage.")

Geändert von tsb (25.09.2018 um 15:18 Uhr)
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