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Zitat von tsb
Aber der Effekt ist so riesig (glaub mir, ein d von ca. 2.0 ist enorm, so etwas muss man erstmal finden), dass selbst ein relativ geringer Aufschlaganteil an diesem Effekt ausreichen würde, dass dem Aufschlag eine enorm wichtige Rolle zukommt.
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Dass der Aufschlag im Tischtennis ein sehr wichtiger Schlag ist und Ma Long und viele andere bewusst nach Möglichkeiten suchen sich einen Vorteil zu schaffen, ist offensichtlich und man braucht sicher zum Nachweis keine Statistik zu bemühen.
Ein kausaler Schluss aufgrund von korrelierenden Zahlen oder signifikanten Effekten ist aber das klassische Missverständnis über die Aussagekraft von Statistiken.
Wir hatten z.B. unlängst mal eine Diskussion ob es Sinn machen würden beim TT einen anderen Stichtag als beim Fußball zu wählen. Dabei gab es eine Statistik die aufzeigte, dass die Wahrscheinlichkeit eines Jugendfußballers in die Bundesliga zu kommen sehr stark vom Geburtsmonat abhängt. Wenn du Geborene des ersten Halbjahres mit denen den zweiten vergleichst, wirst du
nach Cohens d einen starken bis sehr starken Effekt errechnen.
Damit könnte ich fälschlicherweise die Aussage statistisch belegen, dass Menschen, die im ersten Halbjahr geboren sind die besseren Fußballspieler wären. Richtigerweise schneiden sie besser ab, da sie stichtagsbedingt im Schnitt älter sind.