Zitat:
Zitat von mithardemb
Dass der Aufschlag im Tischtennis ein sehr wichtiger Schlag ist und Ma Long und viele andere bewusst nach Möglichkeiten suchen sich einen Vorteil zu schaffen, ist offensichtlich und man braucht sicher zum Nachweis keine Statistik zu bemühen.
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Das sehe ich auch so. Die Frage, wie groß dieser Aufschlagvorteil tatsächlich existiert ist, ist allerdings durchaus interessant und statistisch nicht trivial.
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Zitat von mithardemb
Ein kausaler Schluss aufgrund von korrelierenden Zahlen oder signifikanten Effekten ist aber das klassische Missverständnis über die Aussagekraft von Statistiken.
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Damit könnte ich fälschlicherweise die Aussage statistisch belegen, dass Menschen, die im ersten Halbjahr geboren sind die besseren Fußballspieler wären. Richtigerweise schneiden sie besser ab, da sie stichtagsbedingt im Schnitt älter sind.
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Da hast du vollkommen recht. Und ja, die diskutierte Studie bringt sicherlich keinen kausalen Nachweis. Ich habe seitdem noch mehr darüber nachgedacht und ich zweifle inzwischen sogar an, dass die Analysemethoden tatsächlich die von den Autoren (und von mir) gezogenen Schlussfolgerungen erlauben. Die Tatsache, dass der Artikel nicht gut geschrieben ist, lässt mich zusätzlich daran zweifeln.
Ich vermute inzwischen stark, dass diese undifferenzierte Methodik nicht genügt, um das Phänomen Aufschlag/Rückschlag ausreichend präzise zu beleuchten. Ich denke, dass dafür deutlich komplexere Modelle notwendig sind, insbesondere müssten neben des Durchschnittseffekts die spielerspezifischen Effekte ebenfalls berücksichtigt werden.