Testbericht Mambo H: zweiter Eindruck
Eigentlich wollte ich ja mit meinem zweiten Testbericht zum Mambo H noch etwas warten. Nach zwei weiteren Trainings gegen einen etwas schwächeren Kurznoppenspieler und einen stärkeren, extrem aggressiven Angriffsspieler, habe ich mir jedoch jetzt schon eine ziemlich endgültige Meinung gebildet.
Kurz zusammengefasst kann ich sagen, dass mein Vorhandproblem gelöst ist und ich beim Mambo H bleiben werde. Hierbei ist zu sagen, dass ich auf der Vorhandseite noch recht heikel bzgl. Belagswahl bin und deswegen auch schon dementsprechend viele Beläge "erfolglos" getestet habe. Auf einen obligatorischen Test gegen Langnoppenverteidiger kann ich getrost verzichten, da der Mambo H auch diesen Test 100%-ig bestehen wird.
Im wesentlichen kann ich meine positiven Eindrücke vom ersten Training nur bestätigen bzw. sogar noch weiter in die positive Richtung verschieben:
Frischklebeeffekt & Sound:
In den letzten beiden Trainings habe ich den Mambo H jetzt mal mit einer extrem dicken Schicht nassgeklebt, um den Frischklebeeffekt zu verstärken und etwas Sound aus dem Belag zu locken. Der Frischklebeeffekt war auch ganz okay, aber ne richtige Soundmaschine ist aus dem Belag immer noch nicht geworden. Sagen wir es mal so. Es ist zwar Sound vorhanden, aber ne Anzeige wegen Lärmbelästigung wird man mit dem Mambo H nicht bekommen.

Ich fürchte, dass Frischkleber, die z. B. nur eine trockene Schicht kleben, nichts bzw. nicht sehr viel hören werden.
Schwammhärte:
Die Herstellerangabe von 42.5° dürfte so hinkommen, wobei mein Exemplar vielleicht sogar noch einen Tick härter ist (ähnlich dem HP@).
Tempo:
Tempo ist hoch (so auf dem Level eines Cermet oder HP@ ) aber nicht brachial.
Katapult:
Ist gut vorhanden aber nicht übermässig, d. h. weniger als beim HP@ und viel weniger als beim Cermet.
Spin/Effet:
Absolut überragend! Tops lassen sich extrem spinreich aus allen Lagen spielen. Angefangen vom weichen Rotationstopspin bis zum aggressiven Schlagspin ist alles möglich. Gegenziehen aus der Halbdistanz geht wirklich gut. Ich konnte sogar gegen den aggressiven Angreifer aus der Halbdistanz in Notsituationen gegenziehen, und das will was heissen!
Aufschlag:
Kontrolliert mit extremem Schnitt spielbar.
Schupfen & Rückschlag:
Optimale Kontrolle beim kontrollierten Rückschlag und Schupfspiel. Schupfs können mit ordentlichem Unterschnitt auch aggressiv gespielt werden.
Kontern/Schuss:
Geht problemlos gut und sicher. Die Rückmeldung ist da nur noch beim HP@ besser.
Blocken:
Geht sehr kontrolliert und sicher, wenn man nur den Schläger hinhält. Beim aggressiven Blocken ist der HP@ besser, da man wegen der etwas besseren Rückmeldung und dem höheren Katapult mehr Druck kontrolliert entwickeln kann.
Flip:
Geht sehr gut, ist aber beim HP@ noch besser.
Kontrolle:
Für einen Belag dieser Tempokategorie wirklich extrem hoch!
Fazit:
Ich bin absolut begeistert vom Mambo H für meine Vorhand. Die herausragendste Eigenschaft ist die, dass ich beim Mambo H absolut keine Schwäche gefunden habe. Des weiteren sind die Spinoptionen absolut überzeugend. Meinem Spiel kommt das etwas reduzierte Katapultverhalten auf der Vorhand sogar entgegen. Für variable Spinspieler, denen der Begriff der Kontrolle kein Fremwort ist, kann ich den Mambo H nur wärmstens empfehlen. Extrem aggressive Spinangreifer bleiben besser beim Bryce oder ähnlichen Geräten. Kann mir auch gut vorstellen, dass der Mambo H mit 1.8 mm evtl. eine Option für Verteidiger mit starkem Offensivdrang (à la Joo Se Hyuk) darstellt aufgrund der guten Eigenschaften beim Schupfspiel und Gegenziehen aus der Halbdistanz. Das Offensivpotential ist heirbei natürlich viel grösser als mit einem Tackifire, Chop& Drive, Neos Tacky oder was auch immer.
Ich werde also bis auf weiteres bei der Kombination Korbel Off mit Mambo H, 2.1 mm auf der Vorhand und HP@, 2.0 mm auf der Rückhand bleiben. Evtl. käme noch eine Steigerung beim Mambo H auf Max.-Stärke in Frage, wozu ich mich momentan aber nicht genötigt sehe. Ausserdem reizt es mich fast, den Mambo H wegen des besseren Spinverhaltens ebenfalls auf die Rückhand zu montieren. Allerdings stört mich, dass es den nicht in 2.0 mm gibt und ausserdem der HP@ beim Blockspiel besser und variabler einsetzbar ist. Der HP@ ist insgesamt im direkten Spiel (Konter/Block/Schuss) besser und der Mambo H im Spin- und Schupfspiel.
Zum Abschluss nochmals eine Vergleichstabelle zwsichen Mambo H und HP@, wobei ich letztere noch etwas feinjustiert habe (wie üblich von

bis

):
Mambo H
Frischklebeeffekt:

bis
Sound:

Tempo:

Katapult:

Spin/Schnitt:
Kontern:
Blocken:
Flippen:
Schupfen:
Topspin am Tisch:

bis
Topspin aus der Halbdistanz:

bis
Schuss:

Aufschlag:
Rückschlag:
Kontrolle (insgesamt):

bis
HP@
Frischklebeeffekt:
Sound:

bis
Tempo:

Katapult:

bis
Spin/Schnitt:

Kontern:
Blocken:

Flippen:

Schupfen:

Topspin am Tisch:

bis
Topspin aus der Halbdistanz:

Schuss:

bis
Aufschlag:

Rückschlag:

Kontrolle (insgesamt):

bis
JanMove