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Alt 04.10.2018, 12:18
Noppenzar Noppenzar ist offline
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AW: DER Thread für politisch Interessierte

Zitat:
Zitat von Bernardus Beitrag anzeigen
Dem stimme ich uneingeschränkt zu.
Zumal der wichtigste Umverteilungsmechanismus (über den Zins) überhaupt nicht vorkommt.
https://www.youtube.com/watch?v=xlV89Wc-31Q
hier etwas unterhaltsamer
https://www.youtube.com/watch?v=loLl1lzoa3U

Man könnte sich ja freuen, dass durch die mittlerweile mickrigen Zinsen dieser Selbstbedienungsladen nicht mehr so richtig funktioniert.
Vielmehr muss man sich fürchten.
Weil genau diese Renditeerwartungen nicht mehr erfüllt werden, besteht der Bedarf nach neuen Märkten (Globalisierung...daher Kriegsgefahr) bzw. Investitionsmöglichkeiten (Privatisierung, auch der Sozialsysteme...daher Aufstandsgefahr).
Solange dieser Aspekt im öffentlichen Diskurs überhaupt nicht auftaucht, ist es besser, darüber zu diskutieren ob Ernie und Bert schwul sind
Aber egal....weiter mit Gülle von rechts nach links werfen und umgekehrt!
Die niedrigen Leitzinsen sind doch für "Kapital" durchaus von Vorteil. Gerade grosse Unternehmen und Investoren können sich doch sehr billig finanzieren. Wer über Sachwerte wie Aktien oder Immobilien oder auch über bezahltes Unternehmenskapital verfügt, da wird der Wert der Anlagen ja nicht weniger.

Egal welche Währung und welcher Zins, Vermögenswerte wie Fabriken, Häuser, Edelmetalle, Waren oder Grundstücke bleiben ja.

Ich finde auch die Tabelle des Institutes recht irreführend.

Der Punkt "Veemögen" wird deutlich ausser acht gelassen.

Beispiel:

Ein Single mit 2.500 Euro Einkommen spart jeden Monat 500 Euro in Aktien oder er kauft eibe günstige, vermietete, Immobilie.

Nach 20 Jahren wird er über ein durchaus beachtenswertes Vermögen verfügen im Bereich von 200-300 Tausend Euro.

Ein anderes Single mit 5.000 Euro haut das ganze Einkommen raus und lebt dazu noch auf Pump und zählt in den 20 Jahren 100-200 Tausend Euro Zinsen.

Das Einkommen alleine sagt doch relativ wenig über den wahren Wohlstand aus.

Ich definiere "Reichtum" etwas anders:

Reich ist für mich jemand ab der Grenze von 30 Mio Euro Vermögen, wo die Kapitaleinkünfte ein Luxusleben ermöglichen.

Darunter dann die Kategorie an 5 Mio Euro, wo man, bei halbwegs seriösem Lebensstil, nie wieder arbeiten muss.
Nennen wir es mal sehr wohlhabend.

Das sind in der Summe dann die obersten 0,1-0,3% der Bevölkerung.

Darunter kommt dann die Gruppe ab 500 Tsd. Vermögen, die von der Gesellschaft nicht mehr erpressbar ist.
Nennen wir es nur wohlhabend.

Da haben wir die obersten 10% dann im etwa abgedeckt

Darunter kommt für mich dann die obere Mittelschicht, die irgendwo zwischen 50 und 500.000 Vermögen liegt.
Sehr gut vorgesorgt, Alter ist gesichert, Haus bezahlt und notwendige Anschaffungen/Kosten werden ohne Kredit bezahlt.

Das sind so etwa 40% der Bevölkerung.

Dann kommt eine Gruppe der Mittelschicht/unteren Mittelschicht, die ihre Bankschulden und sonstigen Kredite ordentlich bedient, aber nichts auf die Seite legt.

Darunter dann diejenigen, die gar nichts mehr haben und jeden Monat jeden Euro dreimal umdrehen müssen.

Der persönliche Umgang mit Geld wird mir bei der Einkommensstatistik nicht genug bewertet.

Oft steigt der Lebensstil mit dem Einkommen ("können wir uns ja jetzt leisten"), aber das Vermögen steigt nicht entsprechend mit.

Auch die 9.000 Netto einer vierköpfigen Familie sind, bei entsprechend oppulemtem Lebensstil ("mein Haus, mein Auto, mein Boot") schnell ausgegeben.

Ebenfalls nicht erfasst wird ein mögliches Erbe und die familiäre "Startposition".

Dazu wird bei Familien in der Tabelle nicht differenziert, ob es sich um einen Alleinverdiener oder um eine Doppelverdienerfamilie handelt.

Dann kommt es darauf an wo man wohnt oder ob noch ein Firmemfahrzeiug zur privaten Nutzung vorhanden ist.

Über so eine Statistik reich oder arm zu definieren ist mir massiv zu kurz gegriffen.

Richtig wäre die Aussage, dass es ein Single mit 4.400 Netto leichter hat reich zu werden, als ein Single mit 2.000 Euro.

Und hier landen wir dann wieder beim Schuldgeld-/Zinseszinssystem. Wer jeden Monat auf "Null" kalkuliert oder sogar ins Negative geht wird nie Wohlstand erlangen. Man lebt gut, das ist Tatsache, wird aber immer abhängig von der Arbeitsstelle bleiben.