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Zitat von Snape
Das hätte ich gerne als Unwort des Jahres. 
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Warum?

Wer beruflich schlechte Leistungen bringt, wird bisweilen noch ganz anders genannt.
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Zitat von Snape
Wer erwartet denn sowas? Das kann man vielleicht ansetzen, wenn der Abteilungsleiter z.B. nur 5 Jahre gearbeitet hat, ansonsten wäre das offensichtlicher Blödsinn.
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Das erwartet z.B. ein JanMove, der sich darüber echauffiert, dass jemand 45 Jahre hart und ehrlich arbeitet und dann in der Rente im Regen steht. Natürlich steht er im Regen, wenn er 45 Jahre lang schlecht verdient und sich auf die Rente verlässt.
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Zitat von Snape
Du bist aber gut dabei heute mit den Klischees.  Du hast bestimmt gejubelt oder zumindest lauthals zugestimmt, als ein Philipp Mißfelder zu Lebzeiten Hartz4-Empfängern Alkoholismus und oder Nikotinsucht unterstellte?
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Nein, natürlich nicht. Wieso sollte ich? Aber wenn wir von Eigenverantwortung sprechen, dann passt es für mich einfach nicht zusammen, wenn jemand monatlich 50 EUR für Zigaretten ausgibt, statt was für seine Zukunft zu tun.
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Zitat von Snape
Die Klischee-Orgie geht weiter, herrlich. 
Welcher normale Bürger soll denn bzgl. Altersversorg noch durchblicken bei all den auf Abzocke ausgelegten Angeboten, angefangen mit der Riester-Rente?
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Niemand. Dafür gibt es Versicherungskaufleute. Zu denen geht man hin und lässt es sich erklären. Setzt aber eben voraus, dass man da überhaupt hingehen will.
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Zitat von Snape
Ah ja... Die Ellenbogenmentalität setzt sich seit einigen Jahren weiter fort und die Menschlichkeit bleibt dafür auf der Strecke - soll das das Erfolgsmodell der Zukunft sein? Menschlichkeit weg, Hauptsache der Bürger ist "produktiv" und "erfolgreich"? Dann kann man gleich Roboter mit KI einsetzen.
Das Wohl des Menschen sollte an oberster Stelle stehen, nicht Geld/Erfolg/Macht. Das ist jedoch mitnichten ein Problem nur der Politik oder Wirtschaft, sondern auch ein gesellschaftliches.
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Zum Wohl des Menschen gibt es gewisse Grundsicherungen vom Staat. Die könnte höher sein. Und gerade im Alter sollte sie dringend besser sein. Darüber hinaus leben wir nunmal in einer Leistungsgesellschaft. In einer ungerechten sowieso. Leistungsgesellschaften gibt es nicht in "Gerecht".
Und ja, man wird viele, sehr viele Jobs in naher Zukunft von Robotern und KI tun lassen. Und ich hoffe sehr, dass es dann in Richtung "bedingungsloses Grundeinkommen" geht. Da bin ich - sobald wir in der "Industrie 4.0" leben - ein großer Fan von.
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Zitat von Snape
Lowperformer, underachiever - klasse!  Am besten noch mit Leistungsskala. AT, Noppe und Igel stehen da bestimmt bei 98% oder höher. 
Als ob es im Leben darum gehen würde, maximale "Leistung" zu bringen (für wen eigentlich?), "highperformer" zu sein, sein Leben der Arbeit zu widmen. Ein vernünftiger Mensch arbeitet um zu leben, nicht anders herum.
Vielleicht ist das ja auch ein Grund, warum so mancher intelligente Mensch "nur underperformer" ist - weil er sich dieser Leistungsmühle nicht aussetzen und dieses Spiel nicht mitspielen will?
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Es gibt doch schon Leistungsskalen. Man nennt das Gehälter. Low Performer und Underachiever ist ja eine wirtschaftliche Sichtweise. Aber es bleibt jedem selbst überlassen, wie er "performen" will. Eben wegen der individuellen Vorstellung der Work-Life-Balance (auch wieder so ein Wirtschaftsbegriff). Dann muss er halt sehen, ob er mit seinen Vorstellungen in den Arbeitsmarkt passt.
Dass besonders intelligente Menschen underachiever sind, hat nicht nur mit der Ablehnung der Leistungsmühle zu tun. Gerade in dem Bereich spielen viele psychologische Faktoren und auch pädagogisches Versagen eine wichtige Rolle. Da lasse ich Dir wenig Hoffnung, dass das Freigeist-Entscheidungen sind.