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Alt 15.10.2018, 09:02
Noppenzar Noppenzar ist offline
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AW: Deutsche Fußball Nationalmannschaft

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Zitat von crycorner Beitrag anzeigen
Jährlich werden die Golden Boy Awards vergeben. Also der Preis für den besten Nachwuchsfußballer. Es sollte natürlich mit dem Teufel zugehen, wenn Mbappé das Ding nicht gewinnt. Aber: Auf der sog. Shortlist mit 40 Spielern ist nicht ein Deutscher. Die ursprünglich 60 Nominierten habe ich mir jetzt nicht angesehen. Vielleicht stand da per Zufall ein deutscher Name dabei. Aber das ist schon sehr auffällig. Und es heißt ja auch, dass Deutschland die letzten Jahre gepennt hat. Talente werden zu spät oder gar nicht gescoutet und nicht optimal gefördert. Da wurden wir von Nationen wie Frankreich, England, Spanien und Portugal weit überflügelt.
Ein Problem sind auch die von Scholl angesprochenen "Laptoptrainer ", wo nur noch Fitness und Laufbereitschaft zählt. Das gegenpressende Kollektiv ist alles, der Einzelne nichts.

Der Erste, der damit anfing war Jürgen Klopp, der so aus einem Team mit 2-3 richtig guten und dem Rest mit Großkreutz, Sahin oder Kagawa ein erfolgreiches Team machte. Sind die Laufmaschinen nach ein paar Jahren durch, dann werden sie ersetzt.

Ein Spieler muss in diesen Systemen mehr ein sprintender Dauerläufer sein, als ein wirklich nachhaltig guter Fussballer.

Trainer wie Tuchel, Pep oder andere nachhaltig arbeitebde haben es in Deutschland schwer sich gegen die Tedescos, Wölfe, Klopps oder Nagelsmänner durchzusetzen, die mit ihrem System schnellen Erfolg versprechen.

Ein langsamer Akteur wie Kroos, Pirlo oder auch Lewandowski hat doch, wenn er jung ist im Jahr 2018 in der Bundesliga gar nicht mehr die Chance sich zu entwickeln. Die N11 hat auch das Problem, dass Löw technisch anspruchsvollen Ballbesitzfussball a la Pep spielen lassen will, was er mit Technikern wie Lahm auch konnte solange der Bayernblock in Topform war. Jetzt hat er ohne Ende Spieler im Kader, die im Verein seit Jeher Gegenpressing spielen, wie Werner und die hält nur den Sprint von 50m in 5 Sekunden gewohnt sind.

Um Spiele zu entscheiden, da brauchte es aber immer auch technische Ausnahmefussballer, die den Unterschied ausmachen.

Nun ist Pep bei Bayern weg, Tuchel von Dortmund ebenso und von Tedesco und Konsorten wird da nicht viel Individuelles nachkommen. Die Trainer werden in der Buli bei nachhaltiger Arbeit auch viel zu schnell entlassen und wählen so den Weg des schnellen Erfolgs gegen den Ball.

Klopp wäre mit der N11 zur Zeit deutlich erfolgreicher, weil die Spieler den Systemfussball mit Gegenpressing gewohnt sind.

Oder böse gesagr:

Aus einem Handwerker kann kein Trainer einen Picasso machen.
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