Übrigens sind kulturelle Auseinandersetzungen nicht Anzeichen von schlechter Integration, sondern eher von guter. Kriminalität und Gewalt dagegen schon.
Ich habe neulich einen schönen Vergleich gelesen:
Die erste Generation der Neuankömmlinge kommt ins Haus, ist dankbar, überhaupt dabei sein zu dürfen. Die Gastgeber sitzen in trauter Runde am Esstisch, sie sitzen auf dem Boden oder am Katzentisch. Sie geben sich mit dem zufrieden, was ihnen heruntergereicht wird.
Die zweite Generation will einen Platz mit am Tisch; sie hat die Buckelhaltung abgelegt und will auch ein Stück vom Kuchen abhaben.
Die dritte Generation will politisch und gesellschaftlich teilhaben. Also mitentscheiden, was es für einen Kuchen gibt.
Logischerweise gibt es also mehr Konflikte, je mehr Integration gelingt. Solange die Kopftuchfrauen noch geputzt haben, war alles gut. Jetzt sind sie an den Unis, in den Talkshows und kommen in die Behörden. Auf einmal werden sie als Bedrohung wahrgenommen... Komisch, gell?
