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Zitat von crycorner
Ich bin mir auch sicher, dass das zumindest für die nächste anstehende Bundestagswahl gilt. Aber auch die AfD entwickelt sich weiter. Und irgendwann trauen sie es sich zu und wollen es sogar.
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Das sehe ich nicht. Ich bin überzeugt, dass das "Protestwählen" sich auch ganz schnell wieder ändert. Die wenigsten AFD Wähler sind Überzeugungstäter. Daher wird auch die AFD den Reiz des "anders sein" verlieren, sobald klar ist, dass die auch nur Steuergelder verschwenden und nicht wirklich etwas am Geschehen ändern. Deutlicher als auf Bundesebene, wird das in den Landesregierungen zu sehen sein. Deshalb halte ich die AFD für eine Übergangserscheinung.
Nicht falsch verstehen, der Protest gegen die von der AFD unterstützten Demos halte ich für sehr sinnvoll. Ignorieren sollte man auch miese Rhetorik nicht.
Nur sollte man auch die Kirche im Dorf lassen, wenn es um Einschätzung bzgl. des Schadens an der Demokratie geht.
Protestwähler oder Wahlverweigerer gab es ja auch früher schon. Da ist die AFD nur eine "bessere" Sammlungsbewegung, die halt unterschiedlichste Protestwähler anzieht und viele Nichtwähler reaktiviert hat (D-Mark Wiedereinführer, Europagegner, Migrationsablehner, Nationalisten etc.). Alle fühlen sich da im Moment aufgehoben, werden aber am Ende dann sehen, dass ihre Ziele von dieser Partei weder vertreten, noch verfolgt werden und sich wieder abwenden und wie früher "Nichtwähler" werden.