|
AW: Tensoren für Kreisklasse?
Meine Erfahrung zum Thema FKE vs. Klassiker in der Kreisklasse: Als Wiedereinsteiger hatte ich auch anfangs meine alten Klassiker (Coppa, Mark V) aus Jugendtagen gespielt. Ging sehr sicher, aber ich bekam keinen Druck zustande, statt angestrebtem Allround-Spiel gab's nur Schupfduelle. Irgendwann stagnierte ich.
Ich hab dann analysiert, welche Probleme ich habe. Auf der VH waren das ein zu langsamer und zudem langer Armzug sowie falsche Stellung zum Ball. Ich hab versucht, beides zu korrigieren. Das endete in einem erheblichen Rückgang der Spielstärke, weil nichts mehr zusammen passte.
Erst als ich dann in der VH auf FKE (Desto F1 in 1,8 auf weichem ALL-Holz) wechselte, ging's aufwärts. In 10 Monaten waren's bei mir immerhin 90 Punkte. Warum? Weil mir der FKE-Belag ermöglicht, auch bei schlechter Stellung so halbwegs einen Topspin zu spielen. Der Schlag ist technisch noch nicht gut, aber ich kann ihn in Ligaspielen einsetzen. Und das mit ist zumindest für mich der entscheidende Punkt: Ich muss im Punktspiel das Vertrauen haben, den Ball rüberzubringen. Mit dem Vertrauen kommt der Mut, sich überhaupt aus seiner Schupfwohlfühlzone herauszubegeben. Und mit in ernsthaften Matches gespielten Topspins kommt die Sicherheit, die wieder Vertrauen schafft. So wird das im Idealfall zum selbstverstärkenden System.
Mit Klassikern – hin und wieder probiere ich's noch im Training – bin ich mit zu vielen Dingen auf einmal beschäftigt. Richtig stehen, richtiger Armzug, richtiger Balltreffpunkt. Stimmt auch nur eines davon nicht, kommt der Ball nicht. Deshalb sagt mir meine Erfahrung: Gerade in den unteren Ligen sind FKE-Beläge sinnvoll. (Aber nur, wenn auch sinnvoll trainiert wird und die Leichtigkeit des Belags genutzt wird, die Technik zu verbessern.)
|