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Alt 26.07.2004, 00:31
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eikibiades eikibiades ist offline
Ganz grosser Tennis...
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eikibiades ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Mitspieler motivieren?

Nach eigener Erfahrung birgt Toleranz gegenüber solchen Spielern auf jeden Fall zusätzlich die Gefahr, dass min. ein doppel weg ist.

Wir haben ähnliches in der Mannschaft erlebt... Spieler war def. für eine höhere Mannschaft zu schlecht und wurde "durchgereicht". Eine Mannschaft drunter im oberen Paarkreuz ging er dann richtig unter, obwohl er eindeutig sehr talentiert ist und es von der Spielcharakteristika der Gegner dieser Liga und dieses Paarkreuzes eindeutig seinen Taktiken und Spielanlagen entgegen kam. Jedoch zeigte er, wie übrigens schon in der Mannschaft zuvor, dass er scheinbar so gut ist, dass er ständig verlor. Dies haben wir eine ganze Zeit, in der Hoffnung, dass er sich wieder fängt, toleriert. Zudem haben wir natürlich alles getan, um ihn zu motivieren, mitzureißen, etc. Erfolglos....

Das schlimme war nicht nur, dass er alles verlor und es für die Mannschaft um den Aufstieg ging (frische Truppe; jeder hat schon Klassen höher positiv gespielt und hätte dort auch positiv gespielt und wir waren zu acht!!!!!), sondern dass er durch ständiges Kopfschütteln und schmunzeln ausgesprochen arrogant auf die Gegner wirkte, die natürlich erst recht auf die Palme gingen, als sie sahen, dass es keinen Grund zur Arroganz gab. Mit jedem Ball wurde er unsicherer, ob das Schmunzeln nun cool sei oder nur noch peinlich. Da er dieses Verhalten nach einem halben Jahr in der Rückrunde auch noch in den Doppeln an den Tag legte, kam zur eigenen Demotivation noch die des Doppel-Partners und schließlich ging nach allen Umstellungsversuchen in den Doppeln, jedes, an der er teil hatte, verloren. Zudem klagte der jeweilige Doppel-Partner, dass er in den Einzeln starke Probleme hatte, seine Leistung in vollem Umfang abzurufen und sich zu konzentrieren, weil ihn das Doppel regelrecht "ausgespielt" hatte.

Nach einem Jahr hatte er die Mannschaft dann doch verärgert, weil sein Verhalten außerhalb der Halle nicht auf die Verluste blicken ließ, soll heißen, dass er sich nach wie vor für einen eigentlich sehr guten Pechvogel hieß..

Zusammfaßend: Ein wichtiger Faktor ist die Wirkung auf den Rest der Mannschaft; eine geschlossene Mannschaft bringt immer auch geschlossenere Leistunge; eingehend mit der gesamten Mannschaft eine Aussprache mit einem Ausblick des Spielers, wie er sich die Zukunft spielerisch vorstellt und dann ebenfalls gemeinsam eine Entscheidung treffen. Für oder gegen ihn, in jedem Fall aber für die Mannschaft.. Viel Glück.
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