Zitat:
Zitat von Armendariz
Warum? Da hat er doch mal was durchaus Sinnvolles geschrieben.
Das Ziel muss doch in erster Linie die Integration sein. Und das geht in kleinen Gruppen leichter, sowohl für die Ankommenden, als auch für die einheimische Bevölkerung. Da ist es nicht verkehrt, alle dezentral unterzubringen. Und es ist durchaus richtig, dass eine große Gruppe junger Männer mit islamisch-konservativem Rollenverständnis eher länger brauchen wird, sich an die Gegebenheiten anzupassen.
Da geht es ja um ein Dilemma. Integration braucht Respekt und eine grundsätzlich offene Einstellung zur jeweils anderen Kultur von beiden Seiten.
Jetzt läuft eine Gruppe junger Eritreer die Fußgängerzone runter, und unterhält sich auf Tigrinya. Sie werden dabei von allen Seiten kritisch beäugt - Andersartigkeit schreckt ab. Wenn's ganz blöd läuft, kommt noch ein blaubrauner vorbei und lässt irgendwelche herablassenden Kommentare los.
Ist das für die eine Ermutigung, sich in diese "kalte" Kultur zu integrieren? Will ich nem Chef in den Arsch kriechen, der sich jeden Morgen erstmal über mein Erscheinungsbild, meine Unerfahrenheit o.ä. beschwert?
Sehr wahrscheinlich bleiben die unter den Umständen lieber unter sich. Auf meistens engem Raum, mit den entsprechenden Konflikten. Mit nichts zu tun, was bei jungen Erwachsenen (auch bei biodeutschen Studenten) gerne durch Alkoholexzesse oder anderen "Experimenten" beantwortet wird.
Die meisten Asylbewerber wollen ja genau das: Arbeiten und für ihren eigenen Lebenserhalt aufkommen. Und wo das niedrigschwellig möglich ist, wird das meist auch umgesetzt.
Leider sind die sogenannten "Ankerzentren" genau das Gegenteil. Die Idee dahinter ist nämlich nicht die Integration oder Annäherung, sondern die Abgrenzung und Abschiebung. CSU und AfD doch eigentlich Angst davor, dass die Integration erfolgreich abläuft, weil sich dann ihr monolithisches Kulturbild auf einmal in Luft auflöst.
Hybridity, b*tches 
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Sowas schreibe ich doch schon lange.
Sind in der Klasse oder im Kindergarten von 30 Kindern drei Muslime, dann klappt das. Hart du ganze Schulen mit 90% Muslimen geht das völlig in die Hose.
Aber ist es nicht auch so, dass gerade die gutverdienenden Wähler der Grünen vorzugsweise in den besseren Vororten wohnen und peinlichst darauf acht geben, dass ihre "Luisas" und "Thorbens" gerade nicht in solche Schulen kommen?
Ist nicht das Geschrei dort besonders groß, wenn es dann wirklich mal ein Asylantenheim in deren Nähe geben soll?
Zu der Dorftheorie:
Am WE sind auf der Allerheiligenkirmes Mädchen von zwei 17 und 18jährigen Marokkanerm sexuell belästigt worden. Soest ist Provinz, die Jungs sind laut Zeitung in Möhnesee (tiefstes Dorf) untergebracht.
WO scheint mir nicht das Problem. Die Frage ist doch wieviele auf einem Haufen.
Und AT hat recht. Es gibt von den seriösen Asylanten sicher viele die jede Drecksarbeit machen würden, um sich was aufzubauen. Ich kann aber auch die Kritik verstehen, wenn es dann schon wieder in Richtung Billigarbeit geht. Solche Auswüchse, wie gestern vom WDR publiziert, wo ein deutscher Spediteur mit einer polnischen Firma einen Werkvertrag abschliesst und die dann mit in Dänemark registrierten philippinischen Fahrern arbeitet, die aber nur in Deutschland fahren und 420 Euro brutto für 200 Stunden bekommen, dahin kann und darf die Reise auch nicht gehen.
Die Tatsache, dass einige Deutsche einem etwas verqueren Bezug zu "Arbeit" haben ist aber auch zum Teil die Wahrheit. Wenn ein Gewerkschafter schon behauptet, dass ein Lohmanspruch ja nur für die Anwesenheit gilt und damit keine Mindestleistung verbunden sei, dann Frage ich mich in was für einer Welt der lebt.
Wer sich hier einbringt und Mühe gibt, der soll auch entsprechend davon profitieren. Egal ob Asylant oder Deutscher. Und zwar so, dass er davon auch vernünftig leben kann.
Dazu muss sich aber auch die Einstellung der Politik und großer Kunden ändern. Wie AT schon sagt bläst man denen Zucker in den Popo und trotzdem kriegen manche den Hals nicht voll.
Das ist halt die andere Seite der Medaille und dreht sich wie eine Spirale. Der "Mitbewerber" arbeitet mit Leiharbeitern und Billigmaterial und hat so einen Wettbewerbsvorteil gegenüber dem Tarifbetrieb, der auf Qualität setzt.
Auch wenn ich da nicht vom Fach bin erstaunen mich dann solche Sachen wie der Neubau einer Autobahnbrücke in NRW mit Chinastahl, den eine österreichische Firma billig anbietet und sich den Auftrag über EU-Recht sichert.
Es sollte doch möglich sein, eine Brücke mit Stahl aus einem Werk zu bauen, was in unmittelbarer Nähe liegt. Ist ja in dem Fall nur 50 KM entfernt.
Hier ist die Politik gefragt.