Der Topspin ist sowohl extrem spinnig als auch hart. Also er setzt die Kraft schon auch gut in Spin um, aber der Bogen ist für einen sicheren Schlag aus meiner Sicht zu flach. Dazu kommt, dass er häufig den Ball nicht am richtigen Punkt trifft.
Ohne jeden Zweifel 3 Level über seinem restlichen Spiel.
Zur Einordnung: Er hatte als Peak ca 1400 TTR, inzwischen 1310. Ich kenne nur sehr wenig Spieler unter 1600 TTR, die einen derart hochwertigen Topspin als ersten Ball haben. Wenn er denn kommt
Thema Aufschläge: Wir hatten vor dem letzten Spiel ein Training, bei dem es um einfache Spielzüge zur TS-Eröffnung ging. Also z.B.
langer US-A in weite RH - langer Schupf zurück -
Umlaufen, VHT.
Oder kurzer US in VH - langer S in halbe VH - VHT
Im Spiel sah es dann so aus: die ersten zwei Ballwechsel genau so gespielt; zwei Punkte mit dem 3. Ball.
Dann: Gegner macht zwei Aufschläge mit viel Spin in die RH - einmal stellt er den Ball einen halben Meter auf, dass der Gegner nur durchziehen muss, einmal geht der Ball ins Netz.
Dann - Aufschlagfehler.
Rest vom Satz: Nur noch halblange Aufschläge in die Vorhand oder Mitte, Gegner spielt zurück, verteilt ein bisschen, aber vor allem in die RH und die Fehlerquote bei ihm steigt ins unermessliche.
In der Satzpause fragt man ihn dann, warum er nicht weiter lange Aufschläge in die RH gemacht hat. Er: "meine Hand hat bei dem Aufschlag blockiert, ich hatte da kein Gefühl".
Also gewisse mentale Blockaden kann man da nicht abstreiten

Und je mehr Optionen der Gegner hat, desto langsamer reagiert er (ist ja ganz normal). Nur dass er als Zentrum seines Spiels eben einen (für mich) koordinativ schwierigen, starken Topspin hat.
Für mich auch von der Entstehung her unerklärlich, wie dieser Ball so eine hohe Quote hat, leichtere Bälle wie ein RH-Konter aber weitgehend kraft- und gefühllos gespielt werden. Tippe wirklich auf eine überfeste Schlägerhaltung in Verbindung mit zu hohem Stand.
Wen es interessiert: Es gibt ein Video noch vom letzten Jahr.
Der große Spieler.