Zitat:
Zitat von Tukan
Die Tabelle ist momentan wenn es um SC Staig geht, noch überhaupt nicht aussagekräftig.
Wenn man jetzt die Tabelle betrachtet, dann ist Staig nur auf Platz 7, punktgleich mit dem Abstiegsrelegationsplatz und nur einen Punkt vor dem Vorletzten und zwei Punkte vor dem Tabellenletzten (Pluspunkte).
Aber wartet mal ab, was da in den nächsten drei Wochen passieren wird!
Staig spielte bis jetzt gegen Singen, Birkmannsweiler, Untertürkheim, Ettlingen und Kornwestheim. Also gegen die (außer Staig) fünf besten Teams der Liga.
Und das Restprogramm der Vorrunde heißt Odenheim, Kirchheim, Gnadental und Neckarbischofsheim, also die vier schwächsten Mannschaften der Liga. Staig wird also die Vorrunde mit 12:6 abschließen und einen standesgemäßen Tabellenplatz belegen.
|
Ja, da bin ich wirklich mal gespannt, was da in den nächsten drei Wochen passieren wird.
Mit 12:6 Punkten wird das aber jetzt schon nichts mehr.
Zitat:
Zitat von Tukan
Heute kommen die ersten beiden Punkte gegen Odenheim und morgen wird Kirchheim mal wieder ein bisschen eingebremst.
|
Nicht böse gemeint, ich finde es ja schön, dass dein Herz für den SC Staig schlägt und ich habe auch gar nichts gegen die Truppe. Aber das Wochenende lief wohl nicht ganz so planmäßig, jedenfalls nicht nach deiner Planung. Gegen den Tabellenvorletzten reichte es ganz knapp zu einem 9:7 Sieg und das hätte auch anders ausgehen können (nicht im Schlussdoppel, das war mehr als eindeutig, aber davor gab es sechs 5-Satz-Spiele).
Und mit "Kirchheim einbremsen" war es dann auch nichts, da gewann nämlich Kirchheim in Staig 9:6.
Aber ich denke, dass Staig vielleicht am Ende trotzdem vor Kirchheim liegen könnte. Viel hängt davon ab, wie oft die Mannschaften in Bestbesetzung spielen und da gehe ich davon aus, dass dies bei Staig öfters der Fall sein wird.
Zitat:
Zitat von Tukan
Was Kirchheim diese Saison spielt, ist einfach nicht normal. Schon letzte Saison in der Rückrunde hatten die eine Leistungsexplosion. Die standen mit 6:20 Punkten am Abgrund und dann legten die kurz eine 9:1 Serie hin (darunter ein 8:8 gegen Gröningen-Satteldorf und ein 9:4 gegen Kuppingen, beide Spiele ohne Paranjape und Klyeisen).
|
Das stimmt. Bei den Kirchheimern spürt man in den letzten 2-3 Jahren einen deutlichen Aufwärtstrend.
Einerseits durch die Leistungssteigerung der eigenen Spieler, aber auch durch die eigentlich schon traurige Situation in unserem Bezirk mit den Niedergängen der TT-Hochburgen Frickenhausen und Wendlingen, ist der VfL Kirchheim bei den Herren im Bezirk die klare Nummer 1. Daran wird sich auch auf absehbare Zeit nichts ändern, da wir in der Verbandsliga und sogar in der Verbandsklasse gar keine Esslinger Mannschaft mehr haben. Eigentlich fast schon schockierend. Den Anschluss verloren und abgehängt. Die Musik spielt jetzt in anderen Bezirken.
Zitat:
Zitat von Tukan
Ich muss zugeben, dass ich Kirchheim unterschätzt habe. Ich zählte Kirchheim auch mit einem immer spielenden Grover zu den Abstiegskandidaten.
Wenn ich aber gewusst hätte, dass Kirchheim von 6 Spielen nur 2 Mal mit Grover spielt und dass nicht nur Klyeisen nicht spielt, sondern auch Gantert ausfällt, der von 6 Spielen nur 3 Mal dabei war (und 0:6 steht und seine Spiele nur kampflos abgibt), dann wäre Kirchheim für mich kein Abstiegskandidat gewesen, sondern sicherer Absteiger Nummer 1.
|
Vielleicht nicht sicherer Absteiger Nummer 1, da sehe ich in jedem Fall die TTG Neckarbischofsheim. Aber ich sehe es auch so, dass man Kirchheim unter diesen Voraussetzungen eigentlich zu den eindeutigen Absteigern zählen hätte müssen.
Zitat:
Zitat von Tukan
Man muss aber neidlos anerkennen, dass Kirchheim immer stärker wird und auch die Entwicklung der Spieler überrascht. Dass sie ohne Grover, ohne Klyeisen und mit einem verletzten Gantert gegen Singen 8:8 spielen, hätte ich nie gedacht. Und der 9:5 Sieg gegen Kornwestheim war für mich auch eine große Überraschung (Geßner spielte 2:0 gegen Talavanov und Lukasc. Hummel schlägt Bojic!!).
|
Das sieht vielleicht nicht jeder in unserem Bezirk neidlos

, aber gönnen kann man es den Kirchheimern schon. Die Entwicklung der Spieler kommt für mich aber nicht so überraschend, aber dazu weiter unten später mehr.
Ich habe mir die TTR-Historie der Spieler angeschaut.
Geßner war Ende 2013 - Anfang 2014 noch bei 1885 TTR-Punkten und hat diese Saison mit 2088 seinen bis jetzt höchsten TTR-Wert erreicht.
Dass Klaus Hummel gegen Moca Bojic gewinnt, ist stark und hätte er sich vielleicht selber nicht träumen lassen, da Bojic früher Spitzenspieler beim VfL war. Aber Klaus hat schon immer gut gespielt und nach einer knapp negativen Bilanz letzte Saison, hat er jetzt eine deutlich positive Bilanz. Und scheinbar will er es nochmal richtig wissen, alleine dieses Jahr hat Hummel einen Sprung von 83 TTR-Punkten gemacht und steht jetzt bei 1993 TTR-Punkten (2014 war er bei 1865 Punkten).
Aber auch die anderen Spieler haben sich gut entwickelt. Matthias Gantert wird jetzt durch die vielen kampflos abgegebenen Spiele einige Punkte verlieren, aber auch er hat diese Saison mit 2058 Punkten seinen bis jetzt höchsten TTR-Wert erreicht. Er lag Ende 2013 / Anfang 2014 noch bei 1988 Punkten.
Michael Klyeisen spielt diese Saison ja nicht, aber er hatte letzte Saison mit 2024 Punkten seinen höchsten TTR-Stand erreicht. Ende 2015 war er noch bei 1968 Punkten.
Patrick Strauch auch diese Saison mit seinem persönlichen TTR-Höchststand (1972 Punkte). Er hatte Anfang des Jahres noch 1893 Punkte, also 79 Punkte Zuwachs. Vor 5 Jahren war der noch so bei 1830-1850 Punkten.
Markus Holzer hatte dieses Jahr mit 1948 auch seinen TTR-Höchststand erreicht. Er wurde 2005 in Bayern zu hoch initalisiert bei der TTR-Ersteinstufung. Sah man auch, da er dort dann gleich über 60 Punkte verlor und dann vor 10 Jahren beim Wechsel in den TTVWH sogar zwischendurch auf 1744 abstürzte, was aber dann auch nicht seine eigentliche Spielstärke wiedergab. Er pendelte sich dann in Folge über viele Jahre bei ca. 1850-1860 Punkte ein, ehe er sich dann nach seinem Wechsel zum VfL Kirchheim zur Saison 2017/2018 erheblich steigerte, von anfangs 1855 Punkten um fast 100 Punkte auf 1948 Punkte. Er hätte sogar über 100 Punkte mehr gemacht, wenn er nicht letzte Woche an einem rabenschwarzen Spieltag 24 Punkte gegen den SV Nabern verspielt hätte.
Mein persönlicher Aufsteiger ist aber Patrick Müller. Er steigerte sich von 2015 mit anfangs 1712 Punkten kontinuierlich. 2016/2017 dann zum ersten Mal über 1800 Punkte, dann 2017/2018 mehr als 1850 Punkte und jetzt 2018/2019 zum ersten Mal über 1900 Punkte. Ich hätte bei ihm nicht mit dieser Entwicklung gerechnet und ihm auch nicht zugetraut, solche Bilanzen zu spielen (Landesliga vorne 10:2, Oberliga hinten 7:3).
Zitat:
Zitat von Tukan
Der Höhenflug von Kirchheim wird aber jetzt ein Ende haben. Morgen gibt es eine Niederlage gegen Staig, dann gibt es einen Streifen gegen Birkmannsweiler und gegen Ettlingen hatten sie schon letzte Saison beide Spiele verloren, die diese Saison sogar noch etwas stärker sein sollten (Jonas Fürst auf 5 statt 3).
Deshalb dreht sich das bei Kirchheim im Vergleich zu Staig (Prognose 12:6) herum und Kirchheim wird die Vorrunde mit 6:12 Punkten beenden. Wenn Gantert nicht wieder schnell fit wird und sie weiterhin ohne Klyeisen und nur ab und zu mit Grover spielen, wird das aber trotzdem noch schwer werden. Ich habe Kirchheim und Gnadental ein bisschen im Fokus, seit es vor zwei Jahren das für Staig bittere Saisonfinale gab (5. Untertürkheim 15:21, 6. Neckarbischofsheim 15:21, 7. Kirchheim 14:22, 8. Gnadental 13:23, 9. Staig 12:24, 10. Donzdorf 11:25), mit kuriosem letzten Spieltag.
|
Gegen Staig hat die Prognose ja schon mal nicht gestimmt, da Kirchheim das Auswärtsspiel gewinnen konnte. Aber gegen Birkmannsweiler und Ettlingen wirst du sicherlich Recht haben. Deshalb wird wahrscheinlich Staig die Vorrunde mit 10:8 Punkten abschließen und Kirchheim wird wohl 8:10 Punkte haben.
Zitat:
Zitat von Jceman
Bezüglich des VfL Kirchheim lässt sich relativ einfach erklären, woher die weiter oben angesprochene Leistungsexplosion rührt!
Das in den letzten beiden Jahren angegangene sportliche Konzept der Kirchheimer beruht auf mehreren Säulen: sportliche Ausrichtung hin zum Leistungsdenken, das stete Bemühen das Team mit (wenn möglich jungen) in erster Linie aber motivierten Jungs zu ergänzen, mannschaftliches/vereinsinternes Miteinander, und zudem auch noch ein bisschen Fortune bei der Spielersuche.
Dass dann auch noch die arrivierteren Spieler mitziehen und einen x-ten Frühling erleben, ist auf der einen Seite sicher den geschaffenen Rahmenbedingungen geschuldet, jedoch natürlich auch wiederum etwas Glück.
|
Da du deine beiden anderen Beiträge mit deinem Namen unterschrieben hast, ist es ja kein Geheimnis, dass du vom VfL Kirchheim bist. Aber gerade deshalb finde ich es besonders befremdlich, deine Begründung zu lesen, warum es relativ einfach zu erklären ist, woher die Leistungsexplosion rührt. Für die Begründung hätten (nicht nur meiner Meinung nach) exakt 2 Buchstaben gereicht.
Du benennst auch noch die Säulen, aber warum auch immer nennst du dabei nicht einen / den maßgeblichen Grund, jedenfalls nicht beim Namen. Aber vielleicht verstecken sich die beiden Buchstaben ja hinter "sportliche Ausrichtung hin zum Leistungsdenken" und hinter "den geschaffenen Rahmenbedingungen geschuldet", wodurch auch die "arrivierteren Spieler mitziehen und einen x-ten Frühling erleben". Sorry, bisschen respektlos ist das schon. Man könnte schon auch den Vater des Erfolgs nennen, denn von alleine habt ihr beim VfL ja nicht plötzlich in den letzten Jahren das Tischtennis spielen neu erfunden, sondern das ganze trägt ja schon sehr eindeutig eine Handschrift.
Ist natürlich eure Sache, aber bei mir kam diese Begründung nicht so toll an.