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Alt 06.12.2018, 12:01
Noppenzar Noppenzar ist offline
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Zitat:
Zitat von Gandalf446 Beitrag anzeigen
Meine Erfahrungen kommen aus eigenen Rucksackreisen oder von anderen Backpackern. Ich denke, das, was du als Regionen- und Ferienhütten-Effekt bezeichnest, kann man da ausklammern. Die Touren gingen natürlich auch an Hot-Spots des Tourismus, aber auch ins Hinterland, in das sich "konventionelle" Touristen nicht oder zumindest eher selten verirren dürften.
Ich habe mir gerade mal die offiziellen Reisehinweise vom auswärtigen Amt für Brasilien durchgelesen, da ich für Brasilien sehr aktuelle Infos von meinem Bruder habe, der 6 Monate Recife gelebt hat und 2 Monate mit öffentlichen Verkehrsmitteln quer durchs Land gereist ist. Nur exemplarisch, weil die informationen recht detailliert und auch recht realitätsnah sind. Gerade die Warnungen hinsichtlich Kriminalität sind da sehr weit von dem entfernt, was mir da berichtet wurde und stark übertrieben.
Kuba, als anderes Beispiel habe ich selbst bereist und hat sich mir wesentlich schlechter präsentiert, als ich es durch Medien-Berichte und das auswärtige Amt erwartet hätte. In diesem Fall war vieles wesntlich schlechter, als beschrieben. Hier kann allerdings das, was du als Reisekatalog-Propaganda bezeichnest, durchaus einen Einfluss gehabt haben. Allerdings haben mir auch Einheimische einiges darüber erzählt, wie deren Alltag aussieht, was teilweise schon sehr krass war. Beschaffung von Lebensmitteln, Kleidung, Hygiene-Artikel, die allesamt auch in den größeren Städten als schwierig beschrieben wurde. Nicht lebensbedrohlich, im Bezug auf Nahrungsmittel, aber sehr einseitig und manchmal auch nur über Beziehungen zu machen.
Zu Brasilien:

Zum Ersten sollte man entweder Portugiesisch sprechen oder jemanden dabei haben der die Sprache kann. "Gringos" (Amerikaner) sind extrem unbeliebt. Als "Alemao" wird man in der Regel freundlich empfangen. Mit Einheimischen kann man am Tag sogar in die Favelas. Vorsichtig sollte man im Dunkeln sein. Teure Wertsachen sollte man auch nicht unbedingt offen und protzig zu Schau stellen. Dann passiert in der Regel nichts.

Gerade in ärmeren Ländern ist es immer hilfreich dem Hotelpersonal gegenüber beim Trinkgeld sehr großzügig zu sein. Ein Zimmermädchen, dem man jeden Tag 5 Euro Trinkgeld gibt wird einem in der Regel nicht beklauen.

Wer aber in diesen Ländern trotz der billigen Preise und recht armen Bevölkerung noch anfängt zu feilschen und den Igel in der Tasche hat ist eher unbeliebt.

Im Thailand ist es zum Beispiel so, dass jeder Strandabschnitt von einer Art ""Mafia" bewirtschaftet wird. Wer sich die Liege spart und nichts kauft, da ist denen dann egal ob man beklaut wird. Nimmt man die Liege und ißt dort und kauft auch mal ein Eis, dann passen die genau auf, dass einem nichts entwendet wird.

Man muss in diesen Ländern einfach wissen, dass Europäer für die Einheimischen in der Regel als "reich" gelten.

Trinkgeld sollte man dem Personal immer persönlich in die Hand drücken und nicht dem Betreiber des Hotels.

In Europa ist es wieder etwas anders. Egal ob Mallorca, Ibiza, Venedig oder Paris. Die ganze Tourismusindustrie ist darauf ausgelegt einem das Geld aus der Tasche zu ziehen. Preise gehen von hoch bis unverschämt. In Griechenland auf den populären Inseln genauso, Kroatien geht mittlerweile in dieselbe Richtung.