Einzelnen Beitrag anzeigen
  #288  
Alt 15.12.2018, 10:00
tripplem tripplem ist offline
registrierter Besucher
Foren-Stammgast 500
 
Registriert seit: 04.08.2012
Ort: Essen
Beiträge: 563
tripplem gab in der Vergangenheit leider sehr oft Anlass zur Kritik (Renommeepunkte mindestens -40)
AW: Schiedsrichterskandal in der TTBL!?

Zitat:
Zitat von Armendariz Beitrag anzeigen
Lies meinen Post nochmal aufmerksam durch, Fastest.

Die Regeln gibts ja nicht, weil einer Spaß dran hatte, sondern weil eine Idee dahinter steckt. Und aus meiner Sicht sind die Schiris dazu da, um diese Idee dahinter zu gewährleisten.
Mir ist nicht klar, was du eigentlich sagen willst, Armendariz.
Eigentlich haben wir Spieler, ab einer gewissen Reife, relativ häufig identische Erfahrungen. Sei es nun, weil die einen tatsächlichen Kontakt zu unabhängigen Schiedsrichtern haben oder weil man sich des Öfteren Spiele anschaut, an denen Unparteiische schiedsrichten.

Es kommt mitunter häufig vor, dass zwei Schiedsrichter am gleichen Tisch in der ersten Bundesliga ein Spiel beurteilen und dabei unterschiedlicher Ansichten sind. Das ist ganz natürlich.
Wenn du da noch ein Beispiel brauchst, dann sieh dir das letzte Heimspiel der Borussia an. Der eine Schiri zieht dem Spieler 5 Punkte ab, weil er den Aufschlag seiner Ansicht nach falsch macht. Der Spieler wechselt die Seite und der andere Schiri zieht ihm die Aufschläge nicht ab. Es sind aber die gleichen Aufschläge.

Ich erkenne an, dass es verbal nahe liegt, eine Regel eindeutig zu formulieren, damit es nicht zu häufig zu Diskussionen kommt.
Allerdings bleibt das in der Praxis meist auf der Strecke liegen.
Die Aufschlagregel stand lange nicht zur Debatte und wir hatten früher damit so gut wie keine Probleme. Geändert wurde die Regel, weil es einfach viele Spieler gab, die mit guten Aufschlägen nichts anfangen konnten. Insbesondere wenn der Spieler die Aufgaben zusätzlich noch verdecken konnte.
Die "benachteiligten" Rückschläger haben dann natürlich als Argument vorgebracht, dass sich kein Spiel entwickeln würde, wenn spätestens nach dem dritten Schlag der Punkt zuzuordnen war. Schon damals hat es ausreichend Stimmen gegeben, die im Gegensatz dazu aufgefordert haben, die eigene Rückschlagqualität zu verbessern.
Dann ist die Entscheidung zu Ungunsten des verdeckten Aufschlags gefallen.

Ich mutmaße, Fasstest sieht die Dinge meist aus unterschiedlichen Perspektiven und will dir sagen, dass man die Dinge nicht zu genau nehmen soll. Insbesondere nicht zu oft zu genau, weil es dann schwierig wird.

Wenn du mich fragst, wie ich es machen würde, dann würde ich als Verbandschef die Schiris dazu auffordern, mehr mit den Spielern zu sprechen, wenn es einem denn so wichtig ist,
dass der Aufschlag 100 %ig korrekt ausgeführt wird.

Andernfalls muss die Regel tatsächlich dann so eng gefasst werden, dass es wenig Spielraum gibt.
Da bin ich kein Freund von, weil es mir als Aufschläger Freude bereitet,
wenn der Rückschläger den Ball nicht gut zurück spielt.
Das ist im Übrigen bei jedem anderen Schlag auch so, sei es ein Topspin, Block oder Konter.
Wenn ich dann noch betrachte, dass die Zuschauerzahlen und die Art und Weise, wie aufgeschlagen wird, keinen Zusammenhang zueinander haben,
wird mir persönlich nicht klar, warum an der Aufschlagregel überhaupt reguliert wird.
Den wenigsten Stress haben wir, wenn die Aufschlagregel von den derzeitigen Beschreibungen entkrampft wird.

Geändert von tripplem (15.12.2018 um 10:03 Uhr)
Mit Zitat antworten