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Alt 26.12.2018, 12:04
Noppenzar Noppenzar ist offline
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AW: Noppen und Anti verbieten?

Zitat:
Zitat von wabe Beitrag anzeigen
Ich denke die Diskussion ist doch ziemlich flüssig.

Aber wenn man schon das Spiel vereinfachen will, für Zuschauer leichter verständlich haben will, dann sollte man genau das Gegenteil machen. Endlich die ganzen Noppen-Innen-Beläge verbieten. Dise tausenden von Schnittvarianten, Unter-, Über- Seite- Vorder- und Hinterschnitt, alles Dinge die der normale Zuschauer gar nicht mehr erkennen KANN. Und die eh nicht motivierten Jugendlichen nur mügsam in stundenlangem Training erlernen müssen. Weg damit, Noppen außen und gut ists.
Seppes hat hier auf mytt einem mMn. sehr klugen Satz formuliert. Er sagt, und das Teile ich zu 100%, dass im TT seit 15-20 Jahren versucht wird den Sport für Nichtspieler attraktiv zu machen ohne Rücksicht auf die breite Masse an Aktiven. Dabei ist keinerlei Erfolg eingetreten. Im Gegenteil. Aktive werden weniger, der Verlust ist, wenn auch peu a peu, seit 20 Jahren kontinuierlich da. Zuschauer von außerhalb könnte man im Gegenzug nicht akquirieren. Vielleicht, und da bin ich bei Seppes, sollte man wieder mehr auf die selbst spielenden Akteure schauen und diese versuchen in die Hallen zu bekommen.

Zur Spielstärke:

Auch hier hat Seppes gute Aussagen getroffen. Sicher kann jemand und das habe ich selbst zu meinen guten Zeiten auch immer geschafft, durch ein bisschen Nachdenken und viel Training den Schaden von Regeländerungen in Grenzen halten. Ein Profi oder Halbprofi sollte das erst recht hinbekommen. Wer aber nur noch einmal in der Woche etwas plöckelt wird an seiner Leistungsgrenze sicher massive Einbußen haben.

Wenn ein Forenbekannter Abwehrspieler, der von der Oberliga-oben positiv kommt und sicher auch noch in der RL Vorne einiges gewonnen hätte jetzt erzählt, dass das alles nicht so schlimm für ihn sei, dann kann ich das nur bedingt ernst nehmen wenn der Herr jetzt drei Klassen unter seinem Niveau im einer sogar noch relativ "morschen" Bezirksoberligs spielt. Shetinin verliert in der RL auch nahezu nichts und doch tut er sich viel viel schwerer als vorher.

Die Frage ist dabei ja auch nicht, ob die vorhandenen Spieler noch ein paar Jahre etwas mithalten können, sondern ob trickreiche Spielsysteme in der Ausbildung überhaupt noch Sinn machen.

Schaue ich auf den ABS-Ball und auf die Tendenzen im internationalen Sport, so geht das stark in Richtung eines Einheitsgebolzes. Spieler wie Ionescu oder Calderano haben Tage, wo sie jeden wegknallen, verlieren aber auch in der Bundesliga nicht wenige Spiele. Jemand wie Franziska, ein unglaublich stärker Athlet, kam früher da an seine Grenzen, wo es im Endeffekt um die obersten 5% Ballgefühl in der Welt ging. Jetzt kann er sogar Chinesen mit seiner Athletik und Kraft gefährlich werden. In der Weltrangliste kommen dann "komische" Positionen bei all diesen Akteuren raus, die oft nicht im Einklang mit ihrer Bilanz über eine Serie in der Bundesliga stehen.

Ist das jetzt wirklich zielführend?

Würde Tennis seine Zuschauerzahl steigern können, wenn auf einmal 10 "John Isners" jederzeit und an einem guten Tag Federer, Nadal oder Djokovic einfach so vom Platz hämmern würden?

Lockt das einen Zuschauer mehr vor den Bildschirm, wenn ein Calderano heute Fan Zhendong wegknallt, am nächsten Tag aber alles verballert und rausfliegt?

Wen sieht der Zuschauer lieber?

Einen fintenreich agierenden Xu Xin, der sich zum "bin bum" quält und somit einen Franziska doch noch in Schach hält oder den klassischen Xu Xin, der soviel mehr Ballgefühl hat, dass ein Franziska gar nicht weiss, wie die Kugel fliegt?

Kann der Nichtspieler als Zuschauer in dem BumBum überhaupt einen Mehrwert erkennen?

Gibt es Zahlen, wie sich die Zuschauerzahlen und deren Zusammensetzung aus Aktiven und Sportfremden nach Einführung des ABS Balles entwickelt hat?
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