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Alt 28.12.2018, 17:09
Noppenzar Noppenzar ist offline
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AW: Apocalypse now? Oder wie der Kapitalismus und wir alle den Bach runtergehen

Zitat:
Zitat von Matousek Beitrag anzeigen
Ein Zeichen, dass man Populisten nicht nachlaufen sollte, sie sind nur Verführer. Populisten in anderen Ländern werden solche Zustände als Argumention gg. ein gemeinsames Europa anprangern. Aber sie sind letztendlich Brüder im Geiste.

Aber sind die Populisten nicht schlussendlich das Ergebnis des Versagens der Politikelite?

Außer Sanders hängt die gesamte US-Demokratenriege an der Wallstreet. In Europa hat man sich so sehr auf die EU und den Euro versteift, dass man sich gegenüber der "Geldelite" jedweder Mittel selbst beraubt hat.

Bei der ganzen "One World" Philosophie wird mMn. der wichtigste Punkt überhaupt nicht bedacht:

Was passiert wenn in diesem einen "Weltstaat" eine Art Hitler, Stalin oder Mao an die Macht kommen sollte?

Was passiert, wenn dieser Staat vollkommen durch das Großkapital gesteuert werden würde?

Fehlt dann nicht ein Gegengewicht, ein Korrektiv?

Was passiert mit Bevölkerungsgruppen, die durch ihre Kultur abgehängt werden?

Werden Science-Fiction Szenarien wie in "Soylent Green" Realität?

Schon jetzt haben wir die Situation, wo immer weniger Bug Player die Welt immer mehr zu ihren Gunsten umgestalten.

Die Entwicklung geht schon seit etwa 15 Jahren massiv in die Richtung "Kapital AG".

Weltweit agierende Aktienfonds, Private Equity Gesellschaften und Hedge Fonds arbeiten sich immer mehr in den Mittelstand vor. Über Stimmrechte kontrolliert man Billionen an Vermögen. Gewinne werden über stetig steigende Dividenden und extreme Renditeziele abgegriffen, bevor sie nach unten durchschlagen könnten.

Die Internetbranche hat sich fast überall monopolisiert, wer eibe gute Idee hat wird vom Markt mit Unsummen weggekauft.

Andere Wirtschaftszweige bestehen aus einem immer kleiner werdenden Oligopol. Der Deutsche Einzelhandel wird zu 90% von mittlerweile nur noch 4 großen Konzernen beherrscht.

Technologiekonzerne wie Kuka werden ins Ausland verscherbelt.

Marktwirtschaft funktioniert nicht mehr in beide Richtungen. Es herrscht angeblich Fachkräftemangel. Kann bei EU-weiter Freizügigkeit eigentlich nicht sein, weil in einer funktionierenden Marktwirtschaft Zulieferpreise, Dienstleistungspreise und Löhne der Mitarbeiter eigentlich so lange steigen müssten bis sich genug Anbieter finden, um den Mangel zu beseitigen.

Das ist meine Sorge, dass altbewährte Prinzipien einer funktionierenden Marktwirtschaft, in denen Unternehmer profitieren und Mitarbeiter davon partizipieren nicht mehr so funktionieren, wie es für ein soziales Gleichgewicht notwendig wäre.

Und genau damit liefert man die Saat für Populisten auf beiden Seiten.

Die einen flüchten sich in "heile Welt" Phantasien und wollen sie ganze Welt retten und merken dabei nicht mal, wie sie von der Politik für geostrategische Taktilen mißbraucht werden, die anderen wollen wieder zum harten Nationalismus, koste es was es wolle.

Der etablierten Politik fehlen vollständig die nötigen Antworten mit einem gebotenen Maß der Mitte.

Die meisten Probleme über die diskutiert wird sind doch hausgemacht.

Warum sagt man nicht offen, dass man den Arabern und Rußland über kurz oder lang den Ölhahn abdrehen will und deshalb den Verbrennungsmotor so massiv torpediert
? Mit "Umwelt" hat das nämlich herzlich wenig zu tun.

Warum sagt man nicht offen, dass man Milliarden über Milliarden in die EEG's pumpt, um dem Russen über die nächsten Jahrzehnte den Gashahn abzudrehen?

Man hyped unausgegorene Elektromobile, wo man sehr leicht über Förderung von Gasfahrzeugen ebenfalls die Grenzwerte sehr schnell einhalten könnte.

Man erzählt von Wohnungsknappheit hat aber fast alle regulativen Großgesellschaften wie Vonovia und Co. privatisiert. Dazu hat man über die Öffnung der Grenzen schon Richtung Osteuropa und danach auch 2015 das Problem erst selbst massiv beschleunigt. 3-4 Mio Neubürger wollen hält irgendwo wohnen.

Dazu die Zuwanderung: Unter dem Deckmantel der Humanität und mit dem Einspannen der "Gutmenschen" hat man ein "Konjunkturprogramm" für die Großindustrie geschaffen, was seinesgleichen sucht. Man spricht ja von mindestens 30, eher 50 oder gar 70 Milliarden, die über Steuern in die Zuwanderung umgeleitet werden. Dieses Geld kommt ja als Konsum wieder zurück in den Wirtschaftskreislauf. Alle diese Menschen brauchen Essen, Kleidung und sonstige Konsumgüter. Dazu tausende Arbeitsplätze für Bürger, die im Grunde in einem G
funktionierenden System verzichtbar wären. Je schlechter die Integration umso mehr Arbeitsplätze für die "linken" Sozialberufe.

Überlegungen darüber dann auch eine stärkere Überwachung der Bevölkerung zu begründen sind ja auch schon in vollem Gange.

Netzwerkgesetz a la Maas und Bargeldeinschränkungen sind ja schon im Gange.

Änderungen sehe ich nicht. Sowohl CDU mit AKK, als auch SPD mit Nahles haben eine Verfestigung des Status Quo als Hauptprogrammatik.

Was kann der Bürger tun?

Meiner Meinung nach nur finanziell sehen, dass er sich unabhängig vom Staat macht und somit nicht erpressbar.

Konsum einschränken, Sparquote erhöhen und langfristig gute Sachwerte sein Eigen nennen. Sollte es irgendwann soweit kommen, dass Staatsschulden über eine massive Inflation abgebaut werden, dann sind Sachwerte davon nicht betroffen. Wenige, schlaue, werden aus einer massiven Krise als große Gewinner hervorgehen.
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