Zitat:
Zitat von pibach
Das geht physikalisch aber eben nur dadurch, dass Du weniger Unterschnitt machst. Denn der wird sonst immer auch anteilig in Vorwärtsspeed umgesetzt. Egal was Du versuchst, das zu vermeiden.
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Das stimmt so nicht ganz.
Die Abhandlung von Albert Frosch, die du immer zitierst ist sehr einfach und auf Schulniveau gehalten, damit Leute, die einen C-Trainerschein machen, dem Inhalt folgen können.
Keinesfalls ist sie aber der Weisheit letzter Schluss.
Man muss sich erst einmal über die vorausgesetzten Vereinfachungen im klaren sein: Die gemachten Ausführungen gelten ausschließlich für
gleichförmig lineare Bewegungen. Das bedeutet, dass die Bewegung des Schlägers im Balltreffpunkt keinerlei positiver oder negativer Beschleunigung unterliegen darf. Beschleunigt man dahingegen den Schläger im Balltreffpunkt (wie es bei einer guten Technik der Fall ist, vergleiche u.a.
https://youtu.be/ggTHP1LeFDA), und legt somit ein zusätzliches
Drehmoment an den Ball an, so kommt in den Gleichungen auf der Rotationsseite noch ein von der Beschleunigung zeitabhängiger Summand ins Spiel.
Somit gilt das Verhältnis von 2/3 nur in idealisierten (unrealistischen) Systemen. In realen Systemen, kommen neben dem Drehmoment noch andere Faktoren (Haftreibung/Rollreibung des Belages, Härte des Schwammes, Elastizität des Holzes...) zum tragen, so dass die gemachten Vereinfachungen nur als grober Anhaltspunkt verstanden werden dürfen.
Oder um es mit den Worten des Autors zu sagen:
Zitat:
Zitat von Albert Frosch
Es ist nicht möglich ich sage sogar: nicht einmal wünschenswert jeden Flugzustand eines Tischtennisballes mathematisch zu begleiten. Es ist aber möglich, und für das Verständnis der Zusammenhänge im Tischtennisspiel überaus hilfreich, sich mit der einen oder anderen speziellen Situationen detailliert zu beschäftigen.
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