Zitat:
Zitat von Fozzi
Ich war eigentlich immer ein Gegner des Bedingungslosen Grundeinkommens, insbesondere weil ich eine gesellschaftsweite intrinsische Motivation bezweifle. Allerdings taucht im Zusammenhang mit der vierten Industriellen Revolution immer wieder das Problem der potentiell wegfallenden Beschäftigungsverhältnissen auf.
https://www.focus.de/finanzen/expert...d_6761830.html
https://www.zeit.de/wirtschaft/2017-...globalisierung
Wie auch immer Industrie 4.0 ausfällt, es sind starke Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt mit Auswirkungen auf Steuersystem und Sozialsystem zu erwarten. Warum gibt es hierzu eigentlich keinen gesellschaftlichen Diskurs? Zu komplex?
Ach ja, weil Migration ja die Mutter aller Probleme ist. 
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Das Grundlegende Problem ist doch, wie man es schafft in einer globalisierten Welt mit all ihren Möglichkeiten für Konzerne, das Geld aus der steigenden Produktivität im Land zu halten und dafür zu sorgen, dass es auch bis nach unten durchschlägt.
Odee wie Helmut Schmidt mal sagte: " Die Wirtschaft braucht Fachkräfte? Dann soll sie mehr ausbilden!"
Es besteht viel Potential hier Arbeitsplätze zu schaffen. Man braucht dringend Mediziner, hat aber zu wenig Studienplätze und einen NC von 1,0, holt aber fröhlich ausländische Ärzte mit zweifelhafter Ausbildung rein.
Und man muss auch mal feststellen:
Wer etwas kann findet immer einen guten Job. Ebenso findet eine Firma, die ordentlich bezahlt auch Personal.
Gutes Personal zu wollen, aber nichts bezahlen, das geht halt in der Demografie nicht zusammen.
Wir verlieren in den nächsten 15 Jahren sicher nochmal 1,2 oder 3 Mio Facharbeiter, die in Rente gehen.
Aus Osteuropa kommt kaum noch jemand mit etwas im Hirn, da es sich einfach nicht lohnt. Zuwanderung über Asyl geht zu 80% aufwärts dauerhaft in die Sozialsysteme. Diese Leute kann man bei Industrie 4.0 erst recht nicht gebrauchen.
Das Einzige was hört ist Bildung, Bildung, Bildung.
Aber auch hier haben manche Jugendliche Vorstellungen, die so für die Gesellschaft kaum tragbar sind.
Am liebsten schon in der Ausbildung 3.000 Netto, aber maximal 30 Stunden Woche und natürlich kein Tag über 8 Stunden, Schichtarbeit sowieso nicht und am Wochenende auch nicht.
Ein Grundeinkommen sehe ich als staatliche Subvention für Unternehmen. Das war vor dem Mindestlohn schon so. Daimler hat Werkvertragler und Leiharbeiter für billigstes Geld gehabt (jetzt müssen die ja mehr bekommen) und über Aufstockung hat der Staat das Ganze noch subventioniert.
Meiner Meinung nach sollte man das Arbeitslosensystem wieder verändern in Richtung einer richtigen Versicherung. Es kann nicht sein, dass jemand, der 20,30 oder 40 Jahre arbeitet nach kurzer Zeit mit Leuten gleichgestellt wird, die nie eingezahlt haben. Egal ob Deutscher oder Asylant.
Hier muss die dauerhafte Gegenleistung für die jahrelange Einzahlung in die AV wieder hergestellt werden.
Die Industrie 4.0 bietet im Übrigen auch Chancen Arbeitsplätze zurück zu holen.
Wer braucht noch China oder Vietnam, wenn die Schuhe hier aus dem 3 D Drucker kommen?
Wozu noch Verlagerung nach Osteuropa, wenn sie Autoteile vollautomatisch produziert werden?
Deutschland hat hier vor 30-40 Jahren schon einmal eine Chance im Elektronokbereich verpasst. Das darf nicht nochmal passieren.