Zitat:
Zitat von pibach
Vorausgesetzt wird nur geradlinig. Es kann dabei auch beschleunigt sein. Siehe Formeln (I.2) bzw. (I.3). Vernachlässigt wird aber die Schlagkrümmung. Wenn man den Ball etwas "einwickeln" kann, wie z.B. beim Banana Flip, kriegt man ggf. etwas mehr Rotation raus im Verhältnis zum Spin. Für die anderen Schläge kommt das mit den 2/3 aber etwa hin.
Nein, das hat darauf keinen Einfluss, kürzt sich raus. Siehe Formeln.
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Wie gesagt: Du machst dir die Sache deutlich zu einfach.
1. ist in den Formeln (I.2) und (I.3) mitnichten eine Beschleunigung enthalten. Die "Integrale" (die in diesem Zusammenhang zumindest irreführend, wenn nicht falsch sind) werden nicht vollständig dargestellt. Es wird jeweils nur der konstante Rest des Integrals gezeigt. Das Vollständige Integral von (I.2) ist mit A der Stammfunktion der Beschleunigung a
[Integral] K(t) dt = m [Integral] a(t) dt = [mA(t)] + mv
Beim summanden [mA(t)] müssen hier noch untere und obere Integralgrenze eingesetzt werden. Da in der Gleichung vorausgesetzt wird, dass er für alle Zeitintervalle null ergeben ist, gilt die Formel nur, wenn die Beschleunigung a = 0 ist.
Analog die Herangehensweise bei Gleichung (I.3).
Vergleiche hierzu auch den
https://de.wikipedia.org/wiki/Impulserhaltungssatz
Zitat:
Zitat von Wikipedia
Der Impulserhaltungssatz (manchmal auch kurz Impulssatz genannt) ist einer der wichtigsten Erhaltungssätze der Physik und besagt, dass der Gesamtimpuls in einem mechanisch abgeschlossenen System konstant ist. „ Mechanisch abgeschlossenes System“ bedeutet, dass das System keine Kräfte aus seiner Umgebung erfährt.
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Wichtig ist hierbei, der letzte Teil,
„Mechanisch abgeschlossenes System“ bedeutet, dass das System keine Kräfte aus seiner Umgebung erfährt.
Daraus folgt, dass, damit man annehmen kann das (I.2) = (I.3), keine Beschleunigungen (Kräfte) auf das System wirken.
Genauso gilt der Energieerhaltungssatz ebenfalls nur in konservativen (abgeschlossenen) Systemen und nicht in solchen, wo von außen (aus der biochemischen Verstoffwechslung von ATP) noch Energie hinzugefügt wird.
Die nächste Krux an der ganzen Sache ist folgende:
Zitat:
Zitat von Wikipedia
Um das Lesen der Gleichungen zu erleichtern verzichten wir bewusst auf die Darstellung einiger Größen als Vektoren und auf die Bildung von Vektorprodukten. Dafür achten wir sorgfältig darauf, dass die dazu nötigen Voraussetzungen strikt erfüllt werden, dass also z.B. Kraft und Kraftarm senkrecht aufeinander stehen
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Dass für das reale (beschleunigte) System die nötigen Voraussetzungen für Energie- und Impulserhaltungssatz (abgeschlossenes System) nicht erfüllt sind, habe Ich gerade ausführlich erläutert.
Da die Bewegung nicht immer gerade verläuft und zudem auch noch Scherkräfte im Belag wirken, ist auch die Voraussetzung, dass Kraft und Kraftarm senkrecht aufeinander stehen nicht zwingend erfüllt, sodass die Rechnungen durch deutlich komplexere Vektorprodukte ersetzt werden müssten.
Wie gesagt: Die Ausführungen von Albert Frosch mögen eine erste gute Stütze für angehende D-Trainer sein,
sind aber keinesfalls dazu geeignet allgemeingültige Aussagen über genaue Verhältnisse von Tempo und Spin bei einem Schlag zu treffen.
Dafür ist die gesamte Materie viel zu kompliziert.