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Zitat von BlinderBarmer
... Derivate und Leerverkäufe haben einen Sinn, nämlich u.a. Ernteverkäufe vor dem Erntetermin.
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Eigentlich mögen Derivate und Leerverkäufe einen Sinn haben. Dieser wurde inzwischen allerdings überwiegend zweckentfremdet. Außerdem kann man den Sinn, nämlich eine Versicherung, eben auch genau so abbilden und braucht dazu die Börse nicht. Genau wie Unternehemnsbeteiligungen auch nicht zwingend einen Börsenhandel benötigen.
Kurz gesagt aus meiner Sicht: Die Börse braucht man aus gesellschaftlicher Sicht nicht. An den seltenen Stellen, wo Börse positive Dienste tut, gibt es gute Alternativen. Die wenigen guten Aspekte der Börse werden längst und um ein vielfaches von Geschwüren überwuchert.
Letztendlich kann ich mir vorstellen, dass man zumindest eine Reglung finden kann, die langfristiges Engagement fördert und kurzfristiges zügelt. Eben eine Rückkehr zum eigentlichen Zweck.
Ich weiß die genau Zahl und die genaue Aufteilung nicht mehr, aber ich habe einen Vortrag der Deutschen Bank gesehen, wo "sinnvolle Börsentätigkeit" wie Versicherungen (Rohstoffe, Preise, Währungsschwankungen) und Unternehmensbeteiligungen (nicht zum Zweck des Zockens sondern mittel- und langfristig) und Zocken in einem Verhältnis von 1:20 (!!!) angenommen wurde !!! 