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Alt 14.01.2019, 01:30
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Scheich Abdullah Scheich Abdullah ist offline
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Scheich Abdullah ist auf dem Weg zur Identifikationsfigur ;-) (Renommeepunkte mindestens +500)Scheich Abdullah ist auf dem Weg zur Identifikationsfigur ;-) (Renommeepunkte mindestens +500)Scheich Abdullah ist auf dem Weg zur Identifikationsfigur ;-) (Renommeepunkte mindestens +500)Scheich Abdullah ist auf dem Weg zur Identifikationsfigur ;-) (Renommeepunkte mindestens +500)Scheich Abdullah ist auf dem Weg zur Identifikationsfigur ;-) (Renommeepunkte mindestens +500)Scheich Abdullah ist auf dem Weg zur Identifikationsfigur ;-) (Renommeepunkte mindestens +500)
AW: Was verdienen eigentlich die Profis?

Diese Aussage von Peter Igel kann der Scheich nur unterschreiben:
Zitat:
Zitat von Peter Igel Beitrag anzeigen
Der gesunde Menschenverstand hilft meistens am weitesten.
Das gilt in vielen Bereichen und leider fehlt genau dieser gesunde Menschenverstand heutzutage viel zu oft.

Zitat:
Zitat von Peter Igel Beitrag anzeigen
Nehmt Turbos Zahlen mal als Benchmark.
Die passen glaube ich weitgehend.
Und dann diskutiert weiter.
In der Tat sind die genannten Beträge teilweise gar nicht weit von den tatsächlichen Spielergehältern entfernt. Allerdings manchmal auch spürbar, ab und zu sogar deutlich entfernt.

Der Scheich wird nur noch ein Mal etwas zu diesem Thema schreiben, da er sowieso keine detaillierten Vertragsinternas ausplaudern wird.

tripplem schrieb, dass laut Ruwen Filus der "schlecht bezahlteste Bundesligaspieler" "€20.000,- netto" verdienen würde:
Zitat:
Zitat von tripplem Beitrag anzeigen
beantwortet Ruwen Filus die Frage,
wie viel Geld der schlecht bezahlteste Bundesligaspieler verdienen wird:

€20.000,- netto um es kurz zu machen.
Der Scheich schrieb, dass das nicht richtig ist:
Zitat:
Zitat von Scheich Abdullah Beitrag anzeigen
Ist aber nicht richtig.
In einem nachfolgenden Beitrag war dann plötzlich nicht mehr von "€20.000,- netto" die Rede, sondern dann wurde es korrigiert auf "Euro 15.000,- bis Euro 20.000,-/netto":
Zitat:
Zitat von tripplem Beitrag anzeigen
Filus gibt Euro 15.000,- bis Euro 20.000,-/netto an.
Nach meinem Gefühl wird das stimmen und wenn es jemand weiß,
dann ein Spieler, der seine Kontakte haben wird und nicht seit vorgestern die Liga kennt.
Dass es sich bei der Angabe nicht um einen Mittelwert handelt
ist auch an der Aussage ersichtlich.
Jedenfalls ersichtlicher als eine Angabe,
in der einfach nur ,,Ist aber nicht richtig." steht.
Ohne Zweifel hat ein Spieler seine Kontakte und kennt die Liga, in der er spielt. (während der Scheich in Teilen der Ruhrpottmetropole Essen dafür bekannt ist, eher keine Kontakte zu haben und die Liga nicht seit vorgestern kennt, sondern erst seit gestern Nachmittag ).

Ein Spieler kennt nicht alle Verträge in der Liga und die wenigsten Spieler kümmern sich um andere Spieler, vermitteln Spieler und machen Verträge für Spieler mit Vereinen oder für Vereine mit Spielern.

Dazu kommt noch, dass es nahezu jeder Spieler komplett verheimlichen wird, dass bekannt wird, wie wenig Geld er im ein oder anderen Jahr verdient, wenn er mal Pech hatte, wenn er vielleicht zu einem ungünstigen Zeitpunkt in Vertragsverhandlungen gehen musste (z.B. nach einer katastrophalen Vorrunde) oder wenn er zu einem sehr späten Zeitpunkt mit dem Rücken zur Wand stand und z.B. 3-5 Spieler um nur noch 2 Plätze kämpften und man gezwungen war, mal ein Übergangsjahr mit einem unterirdischen Verdienst einzugehen.

Wenn einmal der Marktwert kaputt ist, dann ist es schwierig, den Preis mal wieder nach oben zu bekommen. Wenn bekannt ist, dass ein Spieler mal notgedrungen für 600-800 Euro pro Spiel für einen Verein wie Jülich oder früher Hagen oder Plüderhausen gespielt hat und nur die Möglichkeit hatte, sich mit einer Siegprämie etwas dazu zu verdienen, dann wird es verdammt schwer bis unmöglich, wenn dieser Spieler für eine nachfolgende Saison bei einem anderen Verein z.B. 25.000 bis 30.000 Euro verdienen möchte. Deshalb wird ein Spieler das verheimlichen vor anderen Spielern und Vereinen und wird dann eher flunkern, dass er "letzte Saison nur 25.000 Euro hatte plus hohe Siegprämie, während er vorher immer 30.000 bis 35.000 Euro hatte").

Es gibt einfach Spieler, die für einen sehr viel geringeren Betrag spielen (müssen), als hier einige annehmen.

Und deshalb hat Chris Münch Recht:
Zitat:
Zitat von Chris Münch Beitrag anzeigen
Gibt einige Spieler, die derzeit unter 25.000€ brutto liegen!
Chris schreibt hier völlig korrekt, dass es auch derzeit Spieler gibt, die unter 25.000 Euro brutto liegen.

Es gibt und gab sogar Spieler, die da wesentlich unter diesem Betrag liegen.

Neben jungen Spielern gibt es regelmäßig Spieler "aus dem Ostblock", mit denen Gespräche immer bei 24.000 - 25.000 Euro beginnen und die dann immer nur eine Gesprächsrichtung kennen.

Deshalb muss man auch immer sehr genau hinschauen, kann nicht pauschalisieren, muss erkennen dass es Ausreißer nach oben und unten gibt, die wenig mit "den typischen Bundesligaspielern" zu tun haben und darf auch Aussagen nicht aus dem Zusammenhang reißen.
z.B. diese Aussage darf man nur komplett zitieren:
Zitat:
Zitat von Tukan Beitrag anzeigen
Ich denke auch, dass Tischtennis sogar verhältnismäßig gut bezahlt ist. Wenn einer Weltmeister im Rudern ist oder Europameister im Bahnradfahren oder Deutscher Meister im Fechten, dann ist es gut möglich, dass die alle weniger Geld verdienen als ein Ruwen Filus, Benedikt Duda, Bastian Steger oder Ricardo Walther. Im Vergleich mit Timo Boll und Dimitrij Ovtcharov sowieso.
Wenn man diese Namen nimmt, insbesondere Boll und Ovtcharov, dann gilt der erste Satz natürlich definitiv. Aber auch wenn es um Spieler wie beispielsweise Filus oder Steger geht.

Man darf dabei aber nicht vergessen, dass im Tischtennis die Schere gewaltig auseinander geht.

Es gibt Topverdiener, die nicht nur am Ende ihrer Karriere, sondern bereits während ihrer Karriere zu Millionären werden. Dazu gehören nicht nur die Topchinesen, sondern dazu muss man in Deutschland auch Timo Boll und Dimitrij Ovtcharov zählen. Man darf ja auch nicht immer nur das Gehalt sehen, das die Spieler bei ihren Vereinen verdienen, sondern auch sonstige Einnahmen (u.a. durch persönliche Sponsoren).

Es gibt aber hart ausgedrückt auch "ganz arme Schweine" (nicht beleidigend gemeint), die am absoluten Existenzminimum entweder für ihren Traum leben und sich erhoffen, durch gute Leistungen irgendwann nach oben zu kommen und dann mehr zu verdienen oder Spieler, die allgemein mit sehr wenig Geld auskommen können, teilweise weil diese geringen Einnahmen trotzdem im Vergleich zu ihrem Heimatland ein sehr ordentlicher Verdienst sind.

Und auch hier hat Chris Münch Recht:
Zitat:
Zitat von Chris Münch Beitrag anzeigen
Es gab sogar schon einige Spieler die in der 1.Liga umsonst gespielt haben.
Wenn man z.b. ein junger Spieler aus einem finanzstarken Land ist und normal nicht unter kommt bringt man einen Sponsor mit der das komplette gehalt von einem übernimmt und dadurch der Spieler den Verein nichts kostet.
Es gab bereits verschiedene Modelle, dass Spieler durch private Sponsoren, reiche Eltern oder von Verbänden unterstützt, für die Vereine kaum Kosten verursacht haben.

Man darf diese Spieler trotzdem nicht mit denen verwechseln, die (notgedrungen) bereit sind, mal die ein oder andere Saison für 500 bis 800 Euro pro Spiel zu spielen oder sogar pro Monat. So etwas wird dann durch verschiedene "Modelle" auch oft geschickt versteckt oder verschleiert. Wie so oft, gibt es immer eine offizielle Version, aber auch eine inoffizielle Version.

Damit sind wir auch schon relativ nahe bei diesem Beitrag:
Zitat:
Zitat von Chris Münch Beitrag anzeigen
Um in der ersten Liga eine Lizenz zu erhalten muss man Verträge der Spieler vorlegen wo gewisse Beträge fließen müssen. Bei Asiaten müssten es um die 45 000* brutto sein wenn ich mich nicht täusche.
Wir reden hier nicht von zusammen Gesetzen Gehältern, die aus z.b. Sponsorengeldern, Preisgeldern, Unterstützung der Bundeswehr etc. Bestehen, sondern aus Geld das der Spieler/Trainer selber mitbringt um so einen Platz in der 1. Liga zu bekommen.
Das heißt ich biete mich an...keiner will mich und dann sage ich selber Euch wird z.b. 40000 * überwiesen und als Gegenleistung erhalte ich 10 Spiele in Liga 1.
Bei Spielern die diese Möglichkeiten nicht haben geht es meistens nur über Abstriche im Gehalt.
Bis vor einem Jahr gab es z.b. einige Japaner die in Deutschland für <5000* 3./2.Liga gespielt haben um so Spielpraxis zu bekommen und zudem ihren Marktwert zu steigern.
Eine andere Alternative die in Deutschland schon öfter praktiziert wurde ist Spieler nur im Doppelpack( ein sehr starker und ein noch nicht gut genügen Spieler) anzubieten um so einen Platz in Liga 1 zu ergattern.
Der Scheich wird hier nichts über Modelle schreiben, wie man Dinge, die offiziell so sein müssen, inoffiziell anders regelt. Aber wer denkt, dass das immer alles genau so läuft, wie es auf einem Blatt Papier steht, der lebt in einer Traumwelt.

Um wieder die Kurve zu bekommen in Richtung der Größenordnung, wie viel (wenig!) manchmal am untersten Ende der Fahnenstange bezahlt wird, zitiert der Scheich erneut einen Beitrag von Chris Münch, der ebenfalls richtig ist:
Zitat:
Zitat von Chris Münch Beitrag anzeigen
Es gibt und gab schon einige Spieler die für unter 15000 brutto 1.Liga gespielt haben.
Ist wie in der Arbeitswelt auch: man macht halt mal ein Praktikum um dies als Sprungbrett zu nutzen auch wenn die Bezahlung nicht prickelnd ist.
Das ist selbst für Vereine mit größerem oder hohem Budget oftmals eine Überraschung, wenn man erfährt, mit welch geringen Beträgen die Überlebenskünstler unter den Spielern und Vereinen manchmal auskommen müssen.

Manchmal geht es gut, mit sehr sehr geringen Beträgen den Einstieg zu versuchen (Beispiele z.B. Achanta, Ionescu), manchmal dauert es seine Zeit oder zahlt sich auch erst später im Ausland aus (z.B. Vrablik), aber manchmal muss man einfach auch irgendwann in eine tiefere Liga gehen, um vernünftiges Geld verdienen zu können (auf Beispiele verzichtet der Scheich hier).
Zitat:
Zitat von ttdr Beitrag anzeigen
Andreas Preuß: Ein durchschnittlicher Bundesliga-Spieler kommt auf 50.000 Euro brutto. (Magazin tischtennis, 01/ 2019)
Wenn das Andreas Preuß genau so gesagt hätte, dann würde der Scheich entgegnen: Ja, ein aus Sicht von Borussia Düsseldorf 'durchschnittlicher Spieler' vielleicht schon. Aber wenn man Verantwortliche aus Jülich oder früher Hagen und Plüderhausen gefragt hätte, wieviel ein "durchschnittlicher Spieler" denn so verdient, dann wäre die Antwort eine ganz andere, verglichen mit der von Andreas Preuß.

Aber Andreas Preuß hat das so nicht gesagt ("Ein durchschnittlicher Bundesliga-Spieler kommt auf 50.000 Euro brutto") und es ist immer schlecht, wenn man falsch zitiert wird und dann auch noch verwiesen wird auf eine Quelle wie "(Magazin tischtennis, 01/ 2019)", so dass andere dadurch diese Aussage so 1:1 glauben.

Es ist dem Scheich unverständlich, warum man nicht exakt das schreiben kann, was dort tatsächlich abgedruckt wurde. Das Originalzitat ist "Ein mittelmäßiger Spieler kann noch 50.000 Euro verdienen".

Es gab keinen Grund, das Wort "mittelmäßig" durch "durchschnittlich" zu ersetzen und vor allem nicht das Wort "brutto" einzufügen, obwohl das dort gar nicht stand (egal ob brutto oder netto gemeint war, das sollte nicht die Entscheidung von einem Internetuser sein).

Der Scheich zieht sich aus diesem Thema wieder zurück. Das ist zu zeitaufwändig und vor allem ist dieses Thema vergleichbar mit dem Thema Material der Profispieler (Hölzer, Beläge, Tuner). Dort könnte der Scheich ebenfalls vieles beitragen, jedoch kommt dann wieder Willi W. aus Buxtehude (oder Karsten K. aus NRW ) um die Ecke und erzählt, dass das im Profisport alles ganz anders wäre und er das ganz genau wisse (aus eigener Erfahrung!?).
Da ist der Thema mit den Spielerwechseln im Profisport dankbarer, denn wenn der Scheich dort etwas schreibt, dann können das zwar auch erstmal andere anzweifeln, jedoch werden die Tatsachen dann irgendwann offiziell veröffentlicht, was bei den Themen Verdienst der Profis und Material der Profis eben so nicht passiert - bzw. dort kann dann sogar z.B. für die Werbung das Gegenteil behauptet werden.

Viel Spaß beim weiter spekulieren, es grüßt der Scheich.
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