Zitat:
Zitat von Hillegosser
Mit Verlaub, wie willst du denn etwas lesen, wenn du nichts siehst?
Es ist wesentlich leichter und erfolgversprechender versteckte Aufschläge zu trainieren, als die Annahme von versteckten Aufschlägen zu verbessern.
Es geht eben auch nicht nur um die Schnittvariationen beim Aufschlag, sondern auch um Tempo und Platzierung.
Ich behaupte sogar, dass Timo Bolls Fähigkeit den Stempel zu erkennen, bei verdeckten Aufschlägen nahezu nutzlos ist.
Dass aus der Hand geschlagene Bälle zudem noch weitaus größere Probleme bei der Aufschlagannahme mit sich bringen, sollte auch jedem bewusst sein.
Wobei mir ein User im Topic zum Schiedsrichterskandal glaubhaft machen wollte, es ginge bei der Aufschlagregel ja nur ums Verdecken.
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Nun, bei einigen deiner Argumente liegen wir nicht weit auseinander.
Die Fähigkeit des Herrn Bolls den Druckstempel zu erkennen,
kenne ich als Satz nur aus indirekten Quellen.
Auch dass er den Guck-Weltrekord hält ist für mich nur schwer wertbar.
Dahingehend kann ich mich also maximal annähern.
Um es nun einmal etwas Anschaulicher zu machen:
Mit einem rotationsanzeigenden Ball zu spielen,
lässt durchaus eher zu, den Rückschlag dem Schnitt anzupassen.
Dass diese Variante etwas hinkt,
ist aufgrund der Gestaltung des Balles auch klar.
Aus diesem Grund:
Ich wage nicht zu beurteilen, was es ausmacht,
einen Druckstempel zu erkennen.
Näherungsweise vermute ich jedoch,
dass es einen Einfluss haben könnte.
Ich habe in meinem Beitrag, auf den du dich beziehst,
ein Beispiel gegeben.
Ich wäre dir durchaus dankbar, dass du dieses in deine Argumentation einbeziehst, andernfalls muss ich mir die Mühe machen,
zu wiederholen, was ich bereits geschrieben habe.
Wenn du ganz konkret wissen willst, was du tun kannst,
um verdeckte Aufschläge zu lesen, dann verweise ich auch auf einen Teil meines Beitrages, den ich dem Beispiel vorangestellt habe.
Der ist bewusst etwas Abstrakt formuliert,
weil es nach meinem Dafürhalten nur wenig Sinn macht
konkret aufzulisten, was mit einem Ball passiert,
der ab Auftreffen auf dem Schlägerblatt,
in die Richtung des Gegenspielers fliegt.
Da wird es relativ vielfältig aber ein Beispiel möchte ich dir geben,
damit dir mein Beitrag nicht zu destruktiv rüber kommt:
Ich stehe dir gegenüber und du verdeckst deine Angabe,
durch deinen Körper und deinen nicht aufschlagenden Arm.
Ich sehe noch nicht einmal deinen Schläger.
Ich sehe deinen Schläger kurz nach dem Auftreffen des Balles
auf dem Schlägerblatt.
Du haust mir ne ordentliche Portion rechtsweisende Rotation
in den Aufschlag.
Was also macht der Ball bei zweimaligen Auftreffen dessen
auf deiner und meiner Tischhälfte?
Ich gehe nun zu deinem Gunsten aus, dass dir die Antwort deutlich erscheint, andernfalls beantworte ich dir auch diese Frage gerne.
In allen anderen Punkten deines Beitrages sind wir der gleichen Ansicht.
Dass du nicht weißt, was du alles unter anderem mit deinem
Auge und den sich daran anbindenen Nerven machen kannst,
hol ich aus deiner Aussage raus, dass du mit Verlaub die Frage stellst, wie man denn nun einen verdeckten Aufschlag lesen können soll.
Wenn ich da falsch liege, okay. Andernteils:
Es gibt ausreichend Techniken, sein Auge und seine Nerven zu trainieren.
Das ist überhaupt nicht geheimnisvoll und hat etwas damit zu tun,
dass du "elektrisch" funktionierst und Signale,
anhand bestimmter körperlicher und geistiger Übungen
schneller durchstellbar werden,
sodass du früher zu einer Deutung
und somit zu einer Reaktion kommst.
Selbst eine gesunde und individuelle Ernährung trägt dazu bei,
dass du einfach mehr erfassen kannst und es dir an der Platte gut geht.
Der Darm des Menschen ist sein zweites Gehirn.
Es ist mit Sicherheit nicht leicht die Informationen zu werten,
die dir der Körper deines Gegenübers gibt.
Dafür brauch man eine Menge Fähigkeiten, die Erkenntnis betreffend.
Nichtsdestotrotz sollte ein Spieler
die jeweiligen Körperbewegungen seines Gegners studieren.
Und zwar wieder und wieder und wieder.