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Zitat von martinspin
Ja, woran erkennt man nun Flow?
... wie kann man das bei den andern erkennen?
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Lockerheit und Ruhe bei wichtigen Spielständen oder extremen Situationen. Ausgeglichen, ich kann dann sogar noch ein Spässje mit dem Publikum machen. Außerdem kriegt man bei mir das zufriedenen Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht.

Das ist schon auffällig.
Von Jenem, von dem ich es dachte, kamen dann ja hinterher seine Zweifel. Es konnte also kein Flow sein. Seine Zweifel waren mein Gewinner.
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Ich glaube, bei allen äussert sich das anderst. Als verbindliche Eigenschaft wären da etwa: Zufriedenheit, Gelassenheit, Lockerheit
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Ja.
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Ich glaube, Flow ist immer da, nur merken wir es nicht. Wir merken erst, wenn wir nicht im Flowzustand sind. Wir sind dann aufgeregt, unzufrieden, passiv, unsicher, aggressiv, enttäuscht usw.
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Dem kann ich mich nicht anschließen. Es ist ein anderer Zustand. Die gedämpften Emotionen sind auffällig und die eigenartige Zufriedenheit. Das kann Kick sein, der Tage anhält. Zufrieden kann ich auch sonst sein, das ist etwas anderes.
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Wenn du selbst im Flow spielst und mehr oder weniger eins bist mit dir und der Welt, färbst sich das ab auf deinen "Gegner" und gemeinsam wird es mindestens ein gutes Spiel geben.
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Ja, dieser Gedanke ist mir auch schon gekommen. Interaktion.
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Flow ist eine Kraft, die sehr bescheiden auftritt und von Leuten, die nicht im Flow sind, schwer zu erkennen ist.
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Hm, was weiß der Ochs vom Klavier spielen?
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Ich glaube dass Flow letztlich Liebe ist: Das völlige versunken sein in die unsere Handlungen und unsere Gedanken.
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Oh je, muss ich jetzt was vom Schmus erzählen?
Viele Wege führen zum Ziel. Ich nenne es nicht Liebe - obwohl auch da Flow möglich ist und ich vermutlich weiß, was Du meinst. Ich gehöre eher zur rationalen Sorte. Ratio ist endlich. TT habe ich erst besser gespielt als ich "Bauch" akzeptiert hatte. Das musste ich lernen. Für Flow muss man offen sein, das ist in einer Umgebung, wo man sich vermeintlich vor anderen schützen muss, eine rückläufige Fähigkeit.
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Vielleicht würde es vielen helfen, sie würden mit Liebe und Hingabe spielen.
Das Thema ist halt ziemlich umfassend und kann nicht vom restlichen Leben abgespalten werden. Dann wird's halt auch noch etwas philosophisch. Aber warum auch nicht?
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Edel sei der Mensch, zwei mal gebacken und gut?
Das ist nicht so und ich bin überzeugt, das ist sinnig. Ich akzeptiere auch Ar*****cher. Ich sehe kein Gut und kein Böse. Es ist die Frage wie man damit umgeht. Ich habe immer wieder erkennen müssen, dass alles zwei Seiten hat. Deswegen geht mir in diesem allumfassenden Zusammenhang ein pathetischer Begriff wie Liebe ziemlich auf die Testikeln. Es bleibt nur der eigene Weg und den geht man ohne Netz und doppelten Boden.
Philosophisch will ich nicht - gar nicht. Flow hat schon esoterische Anmutung genug! Das ist nicht mein Ding.
Gruß, Nik