Zitat:
Zitat von Noppenzar
Oder wie sagt man: "Männer bauen die Welt, Frauen machen sie schön."
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Sagt man das?
Ist das nicht eine historisch-patriarchalische Haltung aus einer Gesellschaft, in der sich das körperlich stärkere Geschlecht seine Vorteile durch Unterdrückung erkämpft hat? Ist das nicht die patriarchalische Haltung, die nach wie vor bei religiösen (christlich wie muslimisch) Familien vorherrscht?
Ich behaupte, dass Frauen im Schnitt in keinem Job schlechter wären als Männer, wenn die Voraussetzungen gleich sind. Die körperlich anstrengenden Jobs aussen vor. Aber geistig gibt es im Ergebnis keinen Unterschied. Nur in der Vorgehensweise, denn Mann und Frau sind im Schnitt halt einfach unterschiedlich. Das degradiert die Frauen aber nicht zu Instandhaltern oder Ausschmückern, während der Mann die natürliche Rolle des Machers innehält.
Tatsächlich ist es doch so, dass die Männer in jedem Beruf die Spitzenplätze für sich beanspruchen. Ob das nun im Top-Management ist oder als Modedesigner, Koch oder Künstler. Und warum? Weil man diese Plätze nicht durch Können, sondern durch Machtgenerierung und Machtausübung erlangt. Darin ist der Mann trainiert. Die Frau nicht so. Das ist allerdings keine Leistung der Gesellschaft, sondern ein Defizit. So wie Dein Spruch:
"Männer bauen die Welt, Frauen machen sie schön"
keine Beschreibung des Idealzustandes ist, sondern das Ergebnis historischer Frauenunterdrückung. Nichts Erstrebenswertes. Und nichts, worauf sich unsere Gesellschaft ausruhen sollte. Warum nicht? Ganz rational: Weil so Potenzial verschenkt wird. Auf die zu besetzenden Positionen gehört immer der passendste Mensch und nicht der passendste und durchsetzungsstärkste Mann. Auch beim "Bauen der Welt".