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Zitat von klugscheisser
Habe ich auch nicht so empfunden. Evtl. Missvertändnisse kann man klarstellen.
Wir sind im Moment 3 C- und zwei B-Trainer, davon ist einer zur Zeit in der Ausbildung zum A-Trainer. Dazu kommt im Moment ein Traingshelfer (16), der in der Vorbereitung zum C-Trainer steckt; sowie neuerdings auch noch ein Bundestrainer, der zwar kein Nachwuchstraining bei uns macht (die Zeit fehlt), der aber ein so netter Kerl ist, dass er uns anderen Trainern beratend zu Seite steht.
Da wir schon eine ziemlich lange Tradition im leistungsbezogenen Training haben, sind bei uns eigentlich fast alle Spieler ehrgeizig. Das ergibt sich so mit der Zeit. Jede Trainingsgruppe hat zwar einen festen Stamm-Trainer, das überschneidet sich aber, weil wir an jedem Tag der Woche Training anbieten und auch versuchen, jedes Training mit 2 Trainern zu leiten. Deswegen sind eigentlich fast alle Trainer sowohl im Anfänger- als auch im Leistungsbereich tätig. Die ganz starken Spieler trainieren ausserden im Landes- bzw Bundeskader, 4 mal in der Woche, einer, der das Kadertraining nicht so mochte, stattdessen bei seinem Papa (der war mal Mannschafts-WM und Trainer bei der chin. Mannschaft). Zur Zeit haben wir 3 Hessenliga- Mannschaften (mJ, wJ + Schüler) sowie 4 weitere m/w Schülermannschaften, dazu kommt im Dezember noch eine Anfängermannschaft. Mehr ist logistisch nicht zu schaffen, weil wir eigentlich nur den Samstag als Spieltag haben und unsere sieben (2 w) Erwachsenen-Mannschaften (OL bis Kreisliga) ja auch dann spielen müssen. Die beiden Damenmannschaften (VL un BL) spielen allerdings freitags Abend.
Daraus ergibt sich auch die Antort zu
Die Hessenliga-Mannschaften werden nach Möglichkeit von "ihrem" Trainer gefahren, das geht aber nicht immer, weil 5 der 6 Leute noch selbst aktiv spielen (natürlich auch samstags). Also müssen dann die Eltern ran, das klappt eigentlich gut. Die restlichen Mannschaften werden grundsätzlich von Eltern gefahren.
Unsere stärksten Nachwuchsspieler (mj + 1 A-Schüler = OL, 1 B-Schüler=BOL, 1mJ + 2 A-Schüler BK sowie 1 mj KL) spielen bei den Herren. Ich hoffe, bei der Aufzählung jetzt keinen Fehler gemacht zu haben.
Ich denke schon. Sie bekommen bei uns auch viel Service (Heimfahrt vom Kadertraining, ca 70 km pro Runde usw) . Auch die Perspektive für den Herrenbereich ist vorhanden, siehe oben.
Wir müssen aber aufpassen, dass uns vor lauter Top-Leuten die Breitenarbeit nicht zu kurz kommt.
Deswegen war es ganz praktisch, dass ich seit kurzem "aktiver Rentner" bin und für manche Sachen (z .B. Kooperation mit Schulen) einfach mehr Zeit habe.
Dass ich (B-Lizenz) im Anfänger- Breiten und Leistungsbereich gleichsam (zu unterschiedlichen Trainings-Zeiten) tätig bin, vereinfacht die Sache erheblich, denn dadurch kann ich schon bei der Anfänger-Schulung das Auge auf das ferne Ziel (bestmögliche individuelle Leistung) richten und es gibt keinen Bruch in der Technik-Vorstellung.. Das trifft -mit unterschiedlichen Schwerpunkten- eigentlich auf all unsere Trainer zu. Ich halte das auch für besser, als einen Trainer nur für den Anfängerbereich zu haben. Dadurch wird auch der Wechsel in eine stärkere Trainingsgruppe viel leichter, weil es weder beim Spieler noch beim Trainer einen "Trennungsschmerz" gibt.
Ich mache ausserdem noch einmal in der Woche die "Sportstrolche", das sind Kinder im Alter von etwa 2-6 Jahren. Kein Tischtennis, aber viel Koordinationsspiele. Aus dieser Gruppe stammt ein erheblicher Anteil unseres TT-Nachwuchses.
Noch eine Besonderheit bei uns: alle Trainer sind nicht nur bei uns, sondern auch bei befreundeten Vereinen bzw. im KLZ und dem LLZ tätig, was den Horizont erheblich erweitert und die Zusammenarbeit der Vereine stärkt.
So, das war ein sehr langer und möglicherweise überheblich klingender Beitrag, aber du hattest nach Fakten gefragt ...
mfg Peter
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Hallo Peter,
Dann klappt ja alles in deinem Verein.
Eine solche Fülle von Trainern habe ich da nicht zur Verfügung.
Das scheitert bei uns auch am zur Verfügung stehenden Geld.
Ich frage mich da, wie entsteht so ein Verein dieser Größenordnung.
Seit Ihr ein reiner TT-Verein ?
Kommen eure Trainer aus dem heimischen Ort
Ich kann mir sonst nur vorstellen, das Ihr viele TT-verrückte habt, die Geld
sponsern, bzw es für dem Verein mit großen Sonderaktionen verdienen.
Unser Verein hat ca. 1000 Mitglieder (Fußball, Handball, Turnen Karate, Faustball, Wandern. )
Starke Konkurrenz eben.
Wenn ich dann sehe : Übungsleiter Entschädigung im Fußball 30000 Euro im Jahr. Tischtennis : 2500 Euro im Jahr....
Wir haben 6 Herren Teams, 3 Jugend und 1 Schüler gemeldet.
Euch muß da wohl ein höherer Betrag zur Verfügung stehen. Oder ?
Ich bin nur noch in unserem Verein aktiv, weil ich mit Ihm groß geworden bin.
Jugendarbeit macht mir Spaß, jedoch bin ich noch nicht in Rente, und
kann da nicht alles machen.
Unsere Abteilung hat einen hohen Altersdurchnitt.
Und für gute Spieler fehlt da die Perspektive (1.Herren in der Kreisliga)
und zum anderen das Geld um gutes Jugendtraining zu ermöglichen.
Es gibt im Verein zuviele, die nur noch Spielen wollen....
Natürlich könnte ich auch zum nächsten großen Verein wechseln.
Aber, bringt es für den heimischen Sport ansich nicht mehr, wenn man sich
für den Verein einsetzt, wo man das Spielen gelernt hat?
Einfach wechseln, dahin wo es gerade gut läuft....
Das ist heute in.. Aber es schadet meiner Meinung nach der Breite.
Ich könnte mir vorstellen, das in naher Zukumft unser Verein keine
Jugendarbeit mehr hat, wenn ich wechsel.
Was würdest Du denn da empfehlen ?
Zur Zeit sind wir im Jugendbereich wieder mal Topp.
Doch wann der erste JUgendspieler geht, der mehr will ist nur noch eine Frage der Zeit.
Größere Verein schlucken diese Leute.
Kleinere Vereine haben die Leute aufgebaut und viel Geld investiert.
Hast Du da einen Vorschlag , wie sich da der kleine Verein verhalten soll ?
Mfg Thomas Nierste