Zitat:
Zitat von Armendariz
Ich halte nichts davon zu sagen, dass man nur in einem bestimmten Alter ansetzen muss, denn man ist den Geschlechtsstereotypen in jedem Alter ausgesetzt. Genauso wenig kann man sagen "Bewegung ist in der Pubertät besonders wichtig", oder "um im Tischtennis ein Spiel zu gewinnen, sollte man unbedingt ab Minute 10 gute Aufschläge spielen". Natürlich sollte man von Anfang an gute Aufschläge spielen. Aber auch wenn ich bei 0:2 und 0:3 ein Timeout nehme, ist es noch nicht zwingend zu spät, mit den richtigen Maßnahmen ein Spiel noch zu drehen.
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Da hast Du jetzt aber gleich Schwarz/Weiß daraus gemacht. Alles was Du machst kostet am Ende eine Ressource (Zeit, Geld, Energie etc), deshalb musst Du priorisieren und fragen, wo diese Ressource am effizientesten eingesetzt wird. Da bin ich halt der Meinung, dass man die Überwindung von Geschlechterstereotypen, in der Pubertät am effizientesten erreichen kann. Das muss und soll Dinge die früher passieren deswegen nicht ausschließen oder abwerten.
Den Rest hast Du sehr gut dargestellt. Und ich schreibe es jetzt mal der Ungeduld der Jugend zu, dass Du zurecht bemängelst das hier zu wenig Bewusstseinswandel stattfindet. Da bin ich entspannter und denke mir, dass wir in 20-30 Jahren auch darüber anders denken werden.
Wenn man sich anschaut über wieviele Generationen wir die Stereotypen jetzt gepflegt haben (und dabei ja nicht erfolglos waren), dann ist die Erwartung das jetzt innerhalb von 2 Generationen zu verändern schon sehr sportlich. Da ist das Trägheitsmoment zu groß...
P.S. Was Du beschreibst, hat ja auch viel mit Selbstreflexion zu tun und auch das hat keiner von uns (> 40) in der Schule gelernt. Wer sich das später nicht im Berufsleben oder anderweitig erarbeitet hat, der rennt halt noch etwas blinder durch die schöne neue Welt. Die besten Stilblüten kann man dann in Foren bewundern....