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AW: Deutsche Meisterschaften 2019 in Wetzlar
Was ist denn für dich "alles tun"?
Einen Trainingszyklus wie Chinesen fahren oder sogar noch höher? In der Halle schlafen, Ernährung nur noch über abgezählte Kalorien, in Trainingspausen Gegneranalysen und TT-Theorie büffeln, alle Einnahmen in Trainer und Reisen zu Turnieren stecken, soziales Leben aufgeben zugunsten der vollen Konzentration...
Jeder Mensch hat halt unterschiedlich viel Kapazität, geistig, moralisch und körperlich. Wir alle gehen höchstens geistig an diese Grenzen, wenn wir z.B. nach einem harten Arbeitstag noch in die Halle gehen, vlt. noch eine anstrengende Jugendgruppe leiten und am Schluss selber ein Punktspiel haben.
Spitzensportler versuchen schon meistens, an ihre körperliche Grenze zu gehen (also Grenze im Sinne von "noch sinnvoll für schnellste Leistungssteigerung"). Aber selbst das schafft man nicht jeden Tag. Und dann ist da eben noch die moralische Komponente. Da gibt's vielleicht die harten Arbeiter, denen soziales Leben nicht so wichtig ist. Und dann gibt es andere, die schneller mal einen Burnout oder eine Depression haben, besonders wenn es eine Zeit lang trotz maximaler Anstrengung nicht so toll läuft. Wirft man denen dann trotzdem vor, nicht noch mehr Stunden am Tag in die Fitness investiert zu haben?
Das ist jetzt bloß allgemein formuliert, Kern sollte sein, dass man von außen immer leicht motzen kann, wenn man nicht die exakten Rahmenbedingungen eines Sportlers oder einer Sportlerin kennt.
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Du hoschd Rächd un I han mei Ruh
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