Zitat:
Zitat von BlinderBarmer
Schlimm für die Wohnungspreise ist, wenn viele eine Wohnung wollen und zu wenig neue gebaut werden.
Und: Es wird nur gebaut, wenn man damit Geld verdient, aber dann müßte man ja den Kapitalismus akzeptieren, und damit haben ja auch genug Leute Probleme.
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Und was macht das Bauen teuer?
Die Städte nehmen exorbitant hohe Preise für Grundstücke. Zu hoch darf nicht gebaut werden, Tiefgarage, mangels öffentlicher Parkfläche, ist auch oft ein Muss. Dann die ganzen Bauvorschriften.
Dazu hat der Öffentliche Bereich seine Wohnungsunternehmen oft verscherbelt und Investoren wollen nunmal Rendite machen.
Das Problem mit LEG, Vonovia, Deutsche Wohnen usw. haben sich die Länder doch selbst eingebrockt.
Werner Mang hat in einer Talkshow einen guten Vorschlag gemacht. Warum nicht für, das kann man ja auf Privatinvestoren begrenzen, die Abschreibungen erhöhen?
Oder auch städtische Flächen günstiger abgeben?
Beispiel:
Zahnarzt XYZ möchte ein 8-Familienhaus bauen.
Kostet bisher z. B. 2 Mio Euro. Grundstück kostet schon im der Großstadt 400.000 zur Afa bleiben 1,6 Mio.
Selbst mit 2% AfA und 2%Zinsen muss er, bei 3-5% Tilgung, schon recht ambitionierte Mieten nehmen.
Wenn der Staat jetzt sagt, o.k., wir verpflichten den Bauherrn 7 Euro kalt zu nehmen und Mieterhöhungen auf 100 Jahre auf die Inflation festzuschreiben, stellen dafür das Grundstück per Erbpacht für symbolische 1 Euro/qm/Jahr und setzen die Afa auf 10% per Anno fest, dann ist das z. B. für jemanden mit langfristigem Anlagehorizont wieder lohnend.
Man könnte auch "Werkswohnungen" fördern, indem man dem AN den geldwerten Vorteil nicht voll oder überhaupt nicht anrechnet.
Die Politik hat da viel verbaselt und das Einzige was Kühnert und Co. einfällt sind Enteignungen.
Die "normale" Rendite bei Immobilien liegt im Bereich von 3-4% pro Jahr, steigert sich über die Jahrzehnte natürlich durch die Mieterhöhungen. Das passt nicht zu Black Rock und Co., die über ihre Beteiligungen an Deutsche Wohnen etc., Renditen von 10% erwarten.
Bei uns ist das Mietniveau im Übrigen recht niedrig. Liegt auch daran, dass die Stadt eine sehr ordentlich arbeitende WBG hält und bei Neubauprojekten auch mal ein lokaler Unternehmer zum Zug kam.
Die LEG und Vonovia versuchen es hier zwar auch über Sparen bei der Instandsetzung und "energetische Sanierung", aber durch den unter Kontrolle gehaltenen Mietspiegel durch öffentliche Hand und lokale Investoren kann man nicht so wie man gerne möchte.