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AW: DER Thread für politisch Interessierte
Das Problem der SPD fing mit Schröder an.
Die SPD hatte immer im Arbeiterlager eine stabile Basis. Nur haben diese mit der Politik der SPD seit Schröder nicht mehr viel gemein.
Die Gewerkschaften im Übrigen auch nicht. Mit der Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes und der damit verbundenen Aushöhlung von Tarifen hat sich die SPD die untere Basis selbst abgeschnitten.
Dazu die Grünen als Koalitionspartner, die von den Interessen der klassischen SPD Wähler noch weiter weg sind als CDU und FDP.
Merkel hat später, aus rein machtpolitischem Kalkül, die CDU soweit nach Links geschoben, dass die SPD eigentlich gar keiner mehr braucht.
Die SPD kann noch froh sein, dass sich Die Linke und die AFD manchmal etwas dämlich anstellen, sonst würde die 5% Hürde wackeln.
Gerade jetzt mit der Klimahyserie geht die SPD wieder voll auf Kurs gegen die Interessen ihrer einstmaligen Stamnwähler.
Auch bei den Flüchtlingen hat man schon 2015 eine Riesenchance vertan. Man hat sich im Gutmenschentum gelabt, hätte sich aber von der Politik Merkels massiv abgrenzen können. Die Nazi-Keule von grüner Seite würde bei der SPD nicht ziehen.
Das Ergebnis, dass man jetzt bei 15% steht und die CDU, zumindest mit einer Kandidatin AKK, droht in ähnliche Sphären abzurutschen, das ist ja kein Zufall sondern hausgemacht.
Warum lässt man sich von Gtünen und AFD so vor den Karren spannen?
Warum stellt man einen Eurokraten wie Schulz gegen Merkel?
Zu den "Metallern":
Diese exorbitant gut bezahlten Jobs bei Porsche, Mercedes usw. werden schon lange durch Leiharbeit und Werkverträge quersubventioniert. Hier verteidigen die Gewerkschaften eine überschaubare Zahl der Arbeitnehmer. Ich werde nie vergessen, wie, es ist schon ein paar Jahre her, ein Mercedes Arbeiter in der Bild am jammern war (mit Kindergeld Stkl3 damals 3.800 Netto in 3-Schicht) und ein Porsche Arbeiter mal bei Zwegat war (4 Kinder Stkl3, 4.200 Netto) weil sie ja zu wenig verdienen würden.
Die Verdienste dort sind, gemessen an der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung, schon massiv, vor allem durch steuerfreie Zuschläge und als Alleinverdiener halten sich die Abzüge sehr in Grenzen. Die jährlichen Boni von etwa 9.000 Euro wie jetzt bei BMW oder Porsche kommen ja auch noch hinzu, dazu Betriebsrenten, vergünstigte Leasingangebote und oft auch die Möglichkeit zum Erwerb von günstigen Firmenaktien.
Ein ähnliches Modell für Erzieherinnen vorzuschlagen zeigt doch nur die Dämlichkeit der SPD.
Verglichen sähe das dann so aus, dass bei 10 Erzieherinnen im Kindergarten 5 der Lohn massiv erhöht würde und die anderen 5 über Leiharbeit und Werkverträge beschäftigt würden.
So in etwa wäre die Analogie. Und selbst da könnte die SPD doch sofort etwas tun. Die Erzieherinnen werden in der Regel nach BAT bezahlt, andere Träger schließen sich dem in der Regel an.
Will man wirklich was für die unteren Gruppen tun, dann würde man mal von den Prozenten bei Tarifverhandlungen weggehen.
Jeder Beschäftigte 100 oder 200 Euro mehr im Monat quer über alle Tarifstufen wäre "gerecht".
Bei Prozenterhöhung greift massiv der Zinseszins. Der Leiharbeiter bei Mercedes bekommt mit 3% mehr dann 9,50 Euro statt 9,19, Wer 30 Euro in der Stunde verdient bekommt dann 30,90 Euro. Im nächsten Jahr bekommt der Eine dann 9,80, der andere 31,80 Euro usw, usw.
Die Schere wird zwangsläufig immer größer. Einfachste Mathenatik auf Grundschulniveau.
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