Genau das, was Ligo geschrieben hat, wollte ich auch gerade in die Tastatur hauen und Christian kann ich auch nur beipflichten. Ein bißchen kann ich den Ärger und die Emotionen, gerade wenn man selbst heiß auf den Aufstieg war/ist, verstehen.
Aber:
Wir haben auch in der Rückrunde versucht, alle Spiele zu gewinnen und sind so auch in jedes Spiel gegangen. Gegen euch, Michael, war unsere neue Nummer 1 fest eingeplant und donnerstags vor dem Spiel bin ich informiert worden, dass er überhaupt nicht kommen wird in der Rückrunde. So konnten wir aus dem oberen/mittleren Paarkreuz der Reserve keinen mehr organisieren und ich (Position 3.1; knapp über 1700 Punkte) bin eingesprungen. Von bester Aufstellung, wie bspw. gegen Grevenbroich, kann also keine Rede sein.
Wir wollten noch bis Januar aufsteigen, was allerdings an einen konkreten Transfer geknüpft war, der leider nicht geklappt hat. Auch in Düsseldorf liegt es sicher an dem Personal. Da kann es immer passieren, dass junge Leute (ich hörte Schapiro) dann eben doch wechseln und schwer bis gar nicht zu ersetzen sind bzw. auch weitere Verstärkungen nicht realisiert werden können.
Hätten Düsseldorf und wir absichtlich Spiele verlieren sollen? Das wäre dann wiederum ok gewesen? Man geht doch in eine Saison und versucht das beste rauszuholen, erstmal egal was in der Zukunft passiert. So ist zumindest mein Verständnis von einem Ligaspielbetrieb.
Den Vergleich mit Fußball/Handball kann ich nicht mehr hören... Der hinkt so dermaßen gewaltig... In "echten" Mannschaftssportarten kann man fehlende individuelle Qualität im Falle eines Aufstiegs durch mannschaftstaktische Elemente zum Teil kompensieren. Fußballmannschaften stellen sich hinten rein und kontern, Handballteams können zahlreiche Spielzüge einstudieren um hier zu überraschen oder auch ein Abwehrbollwerk formieren. Solche Elemente fallen im Tischtennis weg. Praktisch von der untersten Liga an, sofern man nicht eh schon mit einer totalen Übermannschaft in die Saison gegangen ist, kann man sich in einer höheren Liga meist nur mit neuen Spielern, vorrangig für das obere PK, etablieren, oder man hat ganz junge Spieler, die rasant an Spielstärke zulegen. Das wird bishin zur ersten Liga immer krasser. Darum kann ich vollkommen verstehen, wenn Teams auf den Aufstieg etc. verzichten. Sicher auch darum ist unser Sport eine Randsportart und das ist doch vollkommen ok. Wir, die diesen Sport betreiben, lieben, hassen (manchmal

) und verstehen ihn samt der verschiedenen, auch strukturellen, Automatismen. Man muss ihn Außenstehenden nicht erklären, weil es kaum jemanden interessiert außerhalb der "Szene". Auch das ist für mich okay.
Ich kann abschließend im Namen des Vereins/des Teams sagen, dass wir mit der Saison sehr zufrieden sind und nach so viel (organisatorischem) Glück in der Hinrunde, samt bärenstarken sportlichen Leistungen, fast schon mit ein wenig mehr (Verletzungs-)Pech, samt leichtem sportlichen Hänger, rechnen mussten im zweiten Abschnitt der Saison. Das ist ganz normal und auch total ok.
Herzliche Glückwünsche nach Ronsdorf, die für mich in voller Aufstellung die stärkste Mannschaft waren und unser Team sehr stolz auf die Leistung der Hinrund sein darf.
Teams und sportliches Niveau waren wirklich spitze in der für uns neuen Staffel 2




. Wir hätten für 19/20 trotzdem nix dagegen, wenn es wieder etwas weniger Kilometer werden.