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AW: Wie motiviert man langjährige Spieler
Moin,
ich beleuchte es mal aus der Sicht eines Betroffenen, der dem Sport den Rücken gekehrt hat. Irgendwann war bei mir die Lust und der Spaß an diesem Sport einfach weg. Pflichtspiele wurden für mich wirklich zu Pflichtspielen und nichts, worauf man sich freut.
Ich stand am Tisch und habe gemerkt, dass mir dieser Sport nichts mehr gibt. Jahrelang die gleichen Hallen, die gleichen Gegner, mit denen man mehr oder weniger gut zurecht kommt. Es gab Spiele, auf die ich mich gefreut habe, weil ich meine Kontrahenten einfach mochte, weil sie aus Spaß an der Freude gespielt haben.
Dann gab es aber auch die Arsch..... gegen die jedes Spiel eine Nervenschlacht und eine Qual war. Irgendwann habe ich mir überlegt, dass ich das alles nicht mehr brauche. Ich gehe heute noch gerne zu Spielen und schaue zu. Wenn die Hütte brennt, weil keine Ersatzspieler da sind, greife ich zur Not auch nochmals zum Schläger (auch wenn ich keinen eigenen mehr besitze).
Ich helfe im Verein bei Spielen der ersten Mannschaft oder bei Festivitäten gerne mit und bringe mich ein, aber Ball über die Schnur ist für micb Geschichte. Warum das passiert ist? Keine Ahnung. Irgendwann war einfach der Spaß weg. Jetzt betrachte ich das Ganze von draußen und fühle mich gut dabei. Mich hat niemand bedrängt, und man akzeptiert es, dass ich nicht mehr spielen möchte.
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In der Retrospektive ist jeder allwissend.
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