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Zitat von Lousy Defence
Konditionelle Defizite bspw. kann man, glaube ich, nach diesem Turnierverlauf kaum erkennen/beurteilen. Die müssen dort nicht 90 Minuten (an)rennen wie im Halbfinale vom DFB-Pokal. Es ist kein Marathon-Lauf, auch kein Viereinhalb-Stunden-Tennis-Match.
Da scheiden die Damen in der ersten Runde eines Tischtennis-Turniers aus und man wirft einer Spielerin konditionelle Probleme oder einen schlechten körperlichen Zustand vor, nur dem äußeren Anschein nach urteilend.
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Kondition ist ein Sammelbegriff. Konditionelle Fähigkeiten sind: Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Ausdauer. Je nach Literatur können auch koordinative Fähigkeiten dazugezählt werden. Zum Thema: Jemand, der in einer Sportart aktiv ist, in der Schnelligkeit und Schnellkraft (aber auch mitunter Beweglichkeit) Einfluss auf die Leistungsfähigkeit haben, hat natürlich Defizite in diesen Fähigkeitsbereichen, wenn er zu viel auf den Rippen hat. Das Problem in Rückschlagsportarten allgemein ist: Übergewichtige sehen keine Grund, ihre Ernährung zu ändern, solange sie im Querschnittsvergleich Erfolg haben. Die Williams-Schwester werden deshalb genauso wenig abnehmen wie Solja. Die Aussage der Deutschen, sie spiele mit weniger Gewicht schlechter, ist natürlich strunzdumm - und zeigt, dass sie nicht den letzten Ehrgeiz für ihren Beruf aufbringt - beziehungsweise aufbringen muss. Es sei ihr gegönnt. Mit der Kritik daran wird sie leben müssen.
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Zitat von Lousy Defence
Kritik sollte nicht verletzen, sondern bestenfalls eine Verbesserung ermöglichen. Ich sehe hier eher das (niedere) Bedürfnis mancher "Kritiker", die Sportlerinnen ordentlich abzukanzeln, was in dieser Form bestimmt keine Verbesserung bewirken wird.
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Ist das die Funktion von Kritik? Wikipedia (siehe unten) definiert Kritik als "Kunst der Beurteilung". Davon, dass sie dazu dienen sollte, dass jemand etwas bessert oder verändert, ist nicht die Rede. Wir kritisieren ständig. Davon lebt ein Großteil der Diskussion im Forum.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik