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Zitat von Abwehrtitan
Ich würde eher sagen deine Chefvorstellung ist "merkwürdig", wer als Chef öffentlich sagt er möchte etwas was er sich nicht leisten kann, der sollte nochmal überlegen welche Begierden er weckt, und ob das klug ist.
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Da vermischst Du jetzt zwei Dinge: Meine Chefvorstellung hat nichts mit den Aussagen von Kevin zu tun. Bezüglich Kevin habe ich nur sagen wollen, dass es legitim ist, als Chef der JuSos Gedankenmodelle zu diskutieren, wenn man im Rahmen eines Interviews danach gefragt wird. Ist ja nun auch nicht der erste JuSo, der Sozialistische Phantasien geäussert hat. Er wird auch nicht der Letzte sein. Sonst wäre die Mutterpartei auch mächtig irritiert. Dass Kevin´s Aussagen so medienwirksam aufgenommen wurden, bedeutet Zweierlei:
1. Kevin ist mittlerweile in den Medien eine politische Hauptfigur geworden.
2. Diese kalkulierte Hysterie in den Medien durch die politischen Gegner (auch in der eigenen Partei) stellt ganz gut dar, warum Politik immer mehr zum Schauspiel verkommt. Politiker müssen heutzutage medial stattfinden, um ihre Posten zu sichern. Da kommt jede Steilvorlage, wie nun die von Kevin gerade recht.
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Zitat von Abwehrtitan
Niemals wirst du Enteignungen sehen, das Thema Mieten muss man völlig anders aufzäumen. Du kannst nicht den Investor strafen wenn er Rendite will, du musst die Menschen die sich das nicht leisten können eben unterstützen mit Zuschüssen.
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Natürlich wird man das nie sehen. Einen demokratischen Sozialismus wird es nie geben. Selbst dann nicht, wenn man jetzt entscheiden würde, komplett alles darauf auszulegen. Da wären wir ruckzuck in einem totalitären System. Sozialismus funktioniert nur, wenn auch alle Menschen sozialistisch handeln wollen. Tun sie aber nicht. Schon seit Marx eine Totgeburt.
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Zitat von Abwehrtitan
Sagen wir die Immos sind in meiner Wohnlage (es sind 3, eine bewohne ich selbst) etwa 250000 € wert, und ich hatte 40 % Eigenkapital dann hast du eine mtl. Belastung von 250000 x 3 abzgl. 40 % EK x 7,5 % Zins/Tilgung von 2800 €/mtl etwa, mein Vorteil ist nur das ich selbst keine Miete zahlen muss, der Rest ist kein Gewinngeschäft. Und solche wie ich werden dann als Großkapitalisten abgestempelt die man enteignen sollte weil sie "Schweine" sind die andere ausnützen !! Bravo !!!
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Bezüglich Vermietung ist es ja tatsächlich so, dass diese riesigen Immobilien-Firmen in den Großstädten ein riesiges Problem darstellen und das Immobilienangebot mächtig in Schieflage geraten ist. Der kleine Anleger wird da nicht gemeint sein.
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Zitat von Abwehrtitan
Ich muss dafür gute 15 Jahre löhnen, ... dann sieht die Welt anders aus, dann gehört mir der Scheiß, bei mir ist das so gerechnet das es zum Eintritt in die Rente fertig bezahlt ist, damit kann ich als reicher Rentner fette Beute für einen dann vllt. sozialisitischen Staat werden.
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Genau. Das ist ja der einzige sinnvolle Weg bei Immobilieneigentum. Durch die Vermietung verdient man kaum was, bzw. ich würde niemandem empfehlen, aktuell durch Vermietung sein Nettoeinkommen steigern zu wollen. Das funktioniert nicht. Was aber funktioniert (vorbehaltlich Immobilienblase und nicht vorhersehbare Abwertungen der Immobilienpreise), ist eben der fremdfinanzierte Vermögensaufbau. Ich würde da aktuell rückwärts rechnen. Also: Wie teuer darf meine Immobilie sein, wenn ich z.B. 150.000 EUR Eigenkapital einbringen will und den Mieter das 1,2 Fache meiner Zins- und Tilgungsrate bezahlen lassen will, so dass die Immobilie durch die Tilgungsrate in z.B. 10 Jahren komplett abbezahlt ist. Der 0,2 Fache Aufschlag dient rein der Rückstellung. Wenn die Immobilie dann nach 10 Jahren abbezahlt ist, verkaufen und neue Immobilie kaufen. Bzw. ab irgendwann in der Rente dann vielleicht einfach nur liquidieren und Geld gut verzinst anlegen.
So funktioniert konservativer Vermögensaufbau, allerdings erst, wenn man sich das nötige Startkapital angespart hat. Geld zu Geld, auch in der Mittelschicht.