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Zitat von appelgrenfan
Wo soll der Vielspielerbonus sein? Es werden maximal 8 Turniere gewertet; WM, World Cup und Grand Finals sind bis zur nächsten Austragung gültig. Ma Long hat beispielsweise lediglich 6 Turniere aus den letzten 12 Monaten in der Wertung. Alle zwei Monate ein Turnier würde ich jetzt nicht als Vielspieler betrachten. Ein Vielspieler ist Harimoto, der 13 Turniere aus den letzten 12 Monaten verzeichnet hat; aber da gehen auch nur 8 Turniere ein.
Eine gewisse Mindestteilnahme ist nicht nur für die Wahrnehmung der Turniere wichtig, eine WRL soll auch eine kontinuierliche Stärke abbilden. Stellen wir uns vor, eine Mindestteilnahme gäbe es nicht und ein Spieler würde jeweils nur alle zwei Jahre zur WM antreten und dort jeweils gewinnen. Soll er dann ständig auf Nummer 1 der WRL stehen? Ich finde nicht.
Welche Spieler waren denn in der WRL falsch gesetzt? Ma Long? Hat im Sommer/Herbst in vier Turnieren gegen Harimoto, Pitchford, Lundquist und Kanamitsu verloren. Klar, das lag wohl an seiner Verletzung - aber soll die WRL keine Niederlagen abbilden, nur weil es der amtierende Weltmeister und Olympiasieger ist?
Liang? Hat im letzten halben Jahr auf Topturnieren gegen Harimoto und gegen Mizutani verloren.
Wie wäre also das "wahre Kräfteverhältnis", das von den aktuellen Regeln "ad absurdum" geführt wird?
Ach ja, der einzige Spieler, der seit Juli nur gegen Top-Chinesen verloren hat, war Xu Xin ...
Du widersprichst dir. Du forderst einerseits, die WRL möge "das wahre Kräfteverhältnis" abbilden, gleichzeitig sollten "Ergebnisse der Vergangenheit und vor allem bestimmte Titel wie World Cup, WM und Olympia ... wieder deutlich stärker gewichtet werden". D.h. Zhang Jike (Silber 2016) und Mizutani (Bronze 2016) sollten aktuell deutlich mehr Punkte bekommen, weil sie vor drei Jahren ein gutes Turnier gespielt haben?
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Eine Weltrangliste, welche einen 3fachen (und amtierenden) Weltmeister in Folge nicht an Nummer 1 platziert, ist für mich keine Weltrangliste. Punkt.
Die Erfolge bei den großen Turnieren sind für mich ausschlaggebend für die Spielstärke eines Spielers und nicht, ob er mal gegen die Nr.1 oder 2 bei einem Weltranglistenturnier gewonnen hat. Und Ja: Erfolge der Vergangenheit sollten länger einfließen.
Warum? Wenn z.B. ein Spieler 2 "normale" Weltranglistenturniere gewinnt, heißt das noch lange nicht, das er auch weit beim World Cup, der WM oder den Olympischen Spielen kommt. Diese Major Events haben einen ganz anderen Stellenwert/Druck für die Spieler. Der beste ist eben nicht der altbekannte "Trainingsweltmeister", sondern der, der auch unter schwierigsten Bedingungen (Top-Events) kontinuierliche Top-Leistung bringen kann. Und zu denen zählt im Moment vor allem Ma Long. Deutlich weniger stark bewerten würde ich hier z.B. XU XING - um ein Gegenbeispiel zu nennen.