
14.05.2019, 13:14
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AW: Alkoholfreies Weißbier in Schüler Kreisliga
Zitat:
Zitat von crycorner
2. Die gesellschaftliche Ebene: Das Zeug sieht aus wie Bier, schmeckt (mehr oder weniger) wie Bier und erfüllt soziale Routinen, die man bei den Alkoholtrinkern verortet. Die Kinder kämen nie auf die Idee, sich großartig zu fühlen, wenn sie mit Sinalco anstoßen. Wenn aber jedes Kind eine Bierflasche in der Hand hat, so wie Papa, dann ist das was komplett Anderes. Gefühlt. So ist das ja auch beim Alkoholiker: Nicht das Gift ist das Problem, sondern die Darreichungsform (Anblick, Geruch, Geschmack) und die Nähe an der Trinker-Routine. Wenn man also als Trainer eine Kiste Becks Alkoholfrei in die Halle stellt, macht man die Kinder ganz doll glücklich. Die fühlen sich groß. Und weil dem so ist, macht man gleichzeitig die besorgten Eltern unglücklich. Die fürchten nämlich, dass die Kinder dieses Gefühl an anderer Stelle wiederholen wollen und dann eben nicht zwingend mit der alkoholfreien Variante. Und so falsch ist das vielleicht auch gar nicht. An dem Punkt neige ich dann dazu, die ganzen rationalen Argumente über Bord zu werfen. Sicherlich ist alkoholfreies Bier keine Einstiegsdroge. Und es ist sicher auch viel gesünder, als Sinalco. ABER: Es fühlt sich merkwürdig an. Ist irgendwie unpassend. Es entsteht ein ganz anderer sozialer Rahmen. Und so doof und rationell unbegründet man das findet, muss man mMn akzeptieren, dass genau diese Gedanken bei Anderen (Eltern) ausgelöst werden (im Übrigen auch bei den Gegnern und deren Eltern, die man im Vorfeld ganz sicher nicht gefragt hat, ob die damit ein Problem haben).
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Der komplette Punkt trifft aber auch auf Malzbier zu. Und da würde kaum jemand ausflippen.
Dem Grunde nach stimme ich dir aber zu und käme auch nie auf den Trichter einem Kind alkoholfreies Weizen zu empfehlen. Bei einem/einer Jugendlichen sehe es aber anders aus.
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In vino veritas
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