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AW: Freihandelsabkommen EU/Japan (EPA/Jefta)
Ich meinte auch nicht den internationalen Vergleich. Da kommt man dann wieder auf den Punkt "Zölle". Dazz darf man nicht die Lebenshaltungskosten und Währungskurse außer Acht lassen.
Aber auch für den Mindestlohn kommt hier kein einziger Pole mehr neu rüber. Die verdienen mittlerweile auch schon 4.000-5.000 Slty im Monat bei erheblich niedrigeren Lebenshaltungskosten.
Der große Unterschied zu den "Gastarbeitern" liegt doch darin, dass diese sofort genauso vergütet wurden wie ein gleichqualifizierter Einheimischer. Das aktuelle Modell, Arbeiskräfte billig aus Rumänien, Bulgarien oder sogar aus der Ukraine oder Moldawien anzuwerben lohnt sich für letztere doch nur, wenn die Familie in der Heimat bleibt.
Freihandelsabkommen funktionieren daher super unter Staaten mit ungefähr identischen Voraussetzungen. Viele Problene, die in der EU zur Zeit auftreten rühren im Grunde daher, dass man die unterschiedlichen Vorausssetzungen der Mitgliedsstaaten so gar nicht auf dem Schirm hatte, als man alles frei und aufgemacht hat. Auch der Brexot ist mMn. eine direkte Folge dieser Fehleinschätzung.
Das System hat unter den "Nordstaaten" der EU super funktioniert, selbst die Südländer konnten früher durch Abwertung ihrer Währungen im System mithalten. Mit Osteuropa hat man sich da aber völlig verhauen.
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