Mein Opa war bei der Wehrmacht weil er musste an die Westfront. Ich werfe ihm das nicht vor, weil er hatte nicht die Wahl. Er war ein guter Vater und Großvater. Helmut Schmidt hat sich im Übrigrem freiwillig gemeldet weil er kein Feigling sein wollte, durchaus nachvollziehbar in dieser Zeit. Für mich immer noch der letzte wirklich gute Bundeskanzler der mit Sicherheit kein Nazi war auch wenn er als Junge zur HJ wollte was ihm die Eltern verwehrt haben. Wobei wenn man seine Aussagen so betrachten würden man heutzutage bei ihm auch die Nazikeule schwingen.
Zum Thema Bildungsqualifikation. Ich wäre mir da nicht so sicher. Es gab auch führende Nationalsozialisten mit höheren Bildungsabschlüssen. Fakt ist Leute wie Hitler und Göbbels waren sehr belesen vorallem was das Thema Massenpsychologie und Propaganda angeht. Die Bücher gabs da schon. Blöd waren die nicht. Bildung ist viel mehr als Schulbildung.
Zur AfD. Die AfD ist sehr heterogen und sie ist wenn man sich das Programm betrachtet im Gegensatz zu anderen Parteien sehr weit weg vom Programm der NDSAP oder dem Kommunistischen Manifest. Man kann ja mal eine Matrix erstellen wer da am nähesten dran ist. Allgemein weiße ich darauf hin dass in allen Parteien außer der AfD oder bei den Grünen schonmal Altnazis waren und das in führenden Positionen, die Teilweise auch bei SA oder SS waren. Im wesentlichen besteht die AfD aus dem bürgerlichen Spektrum ehemaligen Leuten aus der CDU, FDP, SPD und teilweise sogar von den Grünen der ersten Stunde. Libertäre Liberale, Rechtskonservative, Nationalkonservative, Sozialdemokraten etc. Das hier auch Extremisten gibt ist kein alleiniger Fehler der AfD, die gibt es in anderen Parteien auch vorallem bei den Grünen und der Linken aber auch bei der CDU, CSU und der SPD. Vorallem ist ein Parteiausschluss nach dem Parteiengesetz garnicht so einfach. Ich kenn das Thema, da müssen schon schwerwiegende Gründe vorliegen. Ne Partei ist wie ein Flohzirkus man schafft es nie zu vermeiden das nicht irgendwer irgend nen Unsinn macht. Das sich der ein oder andere an der nicht politisch korrekten Wortwahl stört mag sein aber Political Correctnes ist auch ne Form von Faschismus den man bekämpfen muss. Wenn man an Dogmen rüttelt macht man sich nie sonderlich beliebt.
Im Wesentlichen ist die AfD viel zu konservativ um wirkliche Veränderungen Anstreben zu wohlen man will lediglich wieder einen Staat der eine anderen Geschmack hat als jetzt. Etwas mehr Normalität wie in der alten BRD. Ich sehe da keine Revolutionäre oder Kriegstreiber. Ansich taugt mir gar keine Partei im relevanten Spektrum was die Wahl nicht sonderlich leicht macht. D.h. man muss sich die Frage stellen welche Prioritäten man setzt oder man geht garnicht wählen.