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Zitat von hacko
Ich habe bemerkt, dass Spieler aus eher niedrigeren Klassen, sagen wir TTR 1000 - 1400+ (Ausnahmen bestätigen die Regel!) deutlich weniger an Ihrem Spielgerät "rumbasteln", als Spieler die etwas höher unterwegs sind. Dies kann zum einen dem nicht oder noch nicht so guten Unterscheidungsvermögen oder einer fehlenden Feinfühligkeit, gepaart mit (noch) nicht so ausgereifter und sauberer Technik geschuldet sein. Jedenfalls höre ich selten, dass diese Spielertypen an ihrem Material feilen oder wieder was neues suchen, weil dies oder jenes nicht passt oder Schläge aufgrund des unpassenden Materials nicht klappen. Es ist auch schon sehr viel Kopfsache und das dahingehend, dass viele (ich eingenommen) sich von anderen Spielern/Freunden oder Werbeaussagen der Firmen zu sehr beeinflussen lassen.
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Bei dem niedrigen TTR-Bereich hast du Recht, da wird wenig gefeilt, was größtenteils gut so ist, weil da die "perfekte" Kombi eh nicht kriegsentscheidend ist.
Einige/viele haben da mangelns besseren Wissens aber auch eine komplett abenteuerliche Schlägerzusammenstellung, zB irgendein Baumarktholz, Anti-ähnliche Schildkrötbeläge oder VH zu Rückhand komplett unausgewogen, zB Frischklebebelag auf einer Seite und die andere Seite Friendship, etc pp.
Der Bereich darüber, sagen wir mal ca TTR 1400-1800, ist denke ich die testfreudigste Gruppe unter den TT-Spielern.
Diese Spieler haben schon besitmmte Fähigkeiten und Stärken, aber immer noch eklatante Schwächen bzw Lücken in ihrem Spiel. Der ein oder andere sucht die Lösung dann gerne beim Material.
Darüber beginnt irgendwann der Bereich der Perfektionisten. Da wird prozentual am Meisten gefrickelt, immer auf der Suche nach der perfekten Kombination, der besten Abstimmung.
Da wird weniger hin- und hergewechselt, aber es gibt immer den Gedanken "da könnte man vielleicht noch was rausholen".
In dieser Gruppe gibt es natürlich einen weitaus größeren Anteil, der die perfekte Kombi schon gefunden hat und ungern irgendwas verändert und da Zeit und Aufwand reinstecken möchte, aber das ist in den anderen Gruppen denke ich genau so.
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Wie seht ihr das, um das Thema nochmal aufzugreifen und mehr in die Richtung der "Standhaftigkeit" der eigenen Psyche im Bezug auf Material und der Suche "nach dem heiligen Gral" einzugehen??
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Seit damals ist das Frischkleben weggefallen, nur ein Bruchteil davon tunt jetzt, die meisten haben sich mit den modernen Belägen abgefunden/angefreundet.
Jetzt gibt es für diejenigen nur noch Holz und Beläge ohne diesen anderen großen Störfaktor. Davon haben sehr viele von profitiert aus dem mittleren Bereich (habe das weiter oben im Beitrag willkürlich bei TTR 1400-1800 festgelegt).
Ein weitere, sehr neue Veränderung sind die Bälle. Das Spinspiel hat an Beudetung verloren, abgelöst durch ein etwas frontaleres und festeres Treffen des Balles.
Das hat teilweise die testfreudigeren Spieler bestätigt und die "Standfesten" fluchen entweder noch immer oder haben eingesehen, dass Anpassungen notwendig sind. Aber nicht jeder musste anpassen, oftmals war es gar nicht notwendig und die Standfesten haben alles richtig gemacht.
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Wie wichtig oder besser richtig ist ein stetiges Suchen und ausprobieren, nach "dem" besten Material für einen selbst?
Wäre es nicht sinnvoll oder besser bei einem grundsätzlich nicht gänzlich unpassenden Material (z. B. viel zu schnell oder viel zu langsam), bei einem Gesamtkonzept "Schläger" zu bleiben, ein richtiges Gefühl für "sein eigenes" Spielgerät zu bekommen und dann nur noch an Technik, Beinarbeit, Fitness etc. zu arbeiten???
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Wort zum Sonntag! Sollte man sich durchaus zu Herzen nehmen!
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Oder ist das vielen doch einfach zu langweilig und zu wenig abwechslungsreich??
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Genau DAS ist für viele wohl das Problem

. Ist aber dann ein reines Kopfproblem. Spricht auch nichts dagegen seine innere Neugier auf dem Materialsektor zu befriedigen, sollte aber keinen besonders großen Raum einnehmen!