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Alt 01.06.2019, 17:30
Schluchtenschupfer Schluchtenschupfer ist offline
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Schluchtenschupfer genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)Schluchtenschupfer genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)Schluchtenschupfer genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)Schluchtenschupfer genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)Schluchtenschupfer genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)Schluchtenschupfer genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)Schluchtenschupfer genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)Schluchtenschupfer genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)Schluchtenschupfer genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)
AW: Was war da in der Österreichischen Bundesliga los?

Irgendwie machen beide Sportsmänner es einem nicht wirklich leicht sie zu mögen Eine abschließende Beurteilung anhand des Videos ist auch schwierig, weil wir über vieles nur spekulieren können. Uns fehlen Perspektiven, Wortlaute, erklärende Statements uswusf.

Mein Bauch hat natürlich trotzdem eine Meinung und ich finde das zu sehende einigermaßend verstörend:

- Zur Frage ob der OSR in hier spekulierter Weise eingreifen darf, hab ich mangels Regelkunde keine abschließende Meinung. Sollte aber die eher ritualisierte Kopfbwegung als Unsportlichkeit gewertet werden fände ich das mehr als albern.

- Die Frage der grundsätzlichen Regelkonformität von Serdaroglu erscheint mir spannend. Bei 7:16 ff sieht man 2 Aufschläge aus aufschlussreicher Perspektive, bei denen die Linzer Heulsuse die Rückschläge übelst verkackt und die Services im Anschluss jammernd moniert. Schon mit Reduktion der Wiedergabegeschwinidigkeit in Youtube ist gut nachzuvollziehen, das zum Treffzeitpunkt * aber auch zu keinem Zeitpunkt des Ballwurfes/-fluges * selbiger auch nur annähernd verdeckt ist. Mein Bauch sagt: Hier versucht eine Rückschlaglusche den zweifelhaften Ruf des Aufschlägers zu seinem Vorteil zu nutzen.

- Timing, Ausmaß und Gewichtung der Schiedsrichterentscheidung haben irgendwie Hoyzerische Dimensionen. Ich habe neben dem korrespondierenden Pokalspiel selten ein Sportereignis gesehen, bei dem Schiedsrichter so "zielführend" und fortlaufend den Ablauf gleichsam gestört, beeinflußt und dirigiert haben .. und den gesamten Wettkampf eindeutig entschieden haben. Wenn dies noch gegen die geltenden Regeln geschehen ist .. umso schlimmer. Die Reaktion des Stockerauer Spielers (und Teams) auf die Entscheidung war vorhersehbar (und damit planbar), der Zeitpunkt "ultimativ" weil im Zweifelsfall final.

Antithese: Denkbar ist, dass das Schiedsrichter-"Team" den ganzen Wettkampf über der Meinung war, dass die Aufschläge von Serdaroglu zu einem relvanten Teil irregulär waren. Weil Körperhaltung und Geschwindigkeit/Komplexität der Aufschlagbewegung eine sichere Beurteilung durch den seitlich stehenden Schiri z.T. unmöglich machten, könnte man sich darauf verständigt haben, dass der Oberschiri aus anderer Perspektive einen kontrollierenden Blick wirft und den Tischschiedsrichter in der Entscheidungsfindung unterstützt. Das wäre vermutlich nicht vollumfänglich regelkonform (?) aber durchaus pragmatisch und der schon leicht eskalierten Situation für mein Empfinden angemessen. Wenn die beiden dann tatsächlich für jedes einzelne Service versucht haben, dessen Regelkonformität zu prüfen und zu bewerten, kann natürlich ein Ablauf wie der gesehene dabei herauskommen. Es ist denkbar, dass der Serdaroglu (instiktiv) bei engen Spielständen eher geneigt war, Effektivität und Risiko zu erhöhen und das Service damit potentiell irregulär zu machen. Ein Häufung entsprechender Schiedrichtereingriffe bei knappen Spielständen gegen Satz- und Spielende wäre damit uvermeidlich. Die beiden o.a. von gegner monierten Aufschläge wurden ja nicht weggezählt, die eindeutig falsche weil verdeckte bei 8:13 hingegen schon. Und was, wenn sich Slatinsek die ganze Zeit über gar nicht wg. Verdeckens beschwert hat .. sondern weil er z.B.meint, der Treffpunkt läge nicht hinter der Grundlinie?

Man kann auch durchaus zu dem Schluss kommen, dass die Spielleitung in der finalen Situation eine "richtige" Entscheidung kaum noch fällen konnte. Die minutenlange Unterbrechung hätte schon verhindert werden müssen, aus meiner Sicht wurde da der Kardinalfehler durch das Schiedsrichtergespann begangen. Beim finalen Service war es irgendwie nur noch die Wahl zwischen Pest und Cholera .. eine Seite hätte sich in der aufgeheizten und "festgefahrenen" Stimmung in jedem Fall um den Sieg betrogen gefühlt.

Geändert von Schluchtenschupfer (01.06.2019 um 17:34 Uhr)
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