Ich habe bis jetzt noch keine Stimme eines Spitzenspielers gehört, die gesagt hätte, die AS-Regel sei gut. Im Gegenteil habe ich oft gehört, die Regel habe nur zur Verunsicherung beigetragen. Und da sich die Gegenspieler bisher auch nicht über falsche Aufschläge beklagten, haben wir hier den Fall, daß der Aufschläger nicht nur gegen den Gegner, sondern auch gegen den Schiedsrichter spielt. Und allein schon diese Tatsache rückt den SR in eine Position während des Spiels, in der er nicht sein sollte. Das ist nicht im Sinne des Spiels.
Beim Tennis gibt es ewig viele Linienrichter, warum nicht beim TT einen Aufschlagrichter, der aus der Longline-Perspektive schauen kann, ob der Ball von vorne sichtbar ist? Dann hätte der SR auch noch eine zweite Stimme im Zweifel. Vier Augen sehen mehr und besser als zwei...
Eine andere Idee, die ich zur Verfeinerung dieser Regel hätte, wäre auch, daß zuerst eine Beschwerde des Spielers über den Aufschlag des Gegenspielers erfolgen muss, damit AS abgezählt werden können. Aber wschl. unpraktikabel, weil nicht prinzipiell genug...

Gruß