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AW: DER Thread für politisch Interessierte
Bezüglich Hartz4 und einem gewollten "Arbeitgebermatkt" seitens der Industrie hat Snape ja nicht ganz unrecht.
Das Problem ist hier aber die mangelnde Organisationsfähigkeit des "linken" Lagers. Dasselbe Engagement, wie man es bei Klima und Diesel bringt würde ich mir dort mal für die Kernwerte von SPD und Co. wünschen. Stattdessen besetzt man in Gewerkschaften und Betriebsräten Pöstchen und lässt sich seit Ewigkeiten korrumpieren. Nicht mehr wie früher mit dem "Umschlag", heite läuft das ganz legal und seriös über Mandate in Verwaltungsräten, Geschäftsführerpöstchen in lokalen Unternehmen öffentlicher Hand usw.. Dieses Verhalten ist für mich auch ursächlich verantwortlich dafür, dass die SPD politisch so eingebrochen ist. Man schielt seit Jahren auf die Kernklientel der Grünen, vergisst aber, dass die dann doch lieber das Original wählen. Den extremen linken Flügel bezieht man auch nicht mehr ein und überlässt ihn der Linkspartei. Dazu schielt man auf die Wählergruppe der Migranten aus den Südländern.
Nur den klassischen SPD Wähler, der einen guten Job, billigen Strom und seinen Diesel bis zum Exodus fahren will (muss) hat man völlig vergessen.
Zu Garzweiler:
Was immer verkannt wird, ist, dass es sich bei den Demonstranten genauso wie früher bei Antiatom und Abrüstung um eine Minderheit in der Gesellschaft handelt. Klar, viele Journalisten waren damals wie heute auf Linie, viele Jugendliche finden/fanden das "hip".
Aber auch wenn es in Rückblicken anders dargestellt wird, hatte auch damals die CDU in der Bevölkerung eine Mehrheit. Kohl hat die Wahlen 1983 und 1987 klar gewonnen, die SPD unter Rau hatte in NRW damals absolute Mehrheiten mit einer klaren Politik, die deutlich weiter "rechts" ist, als heute die CDU steht. Auch heute ist das sicher nicht die Mehrheit in Garzweiler. Und die Demonstranten sollten mal mit dieser Art in die USA gehen. Da gibt es schon den Knüppel, wenn sie nur versuchen das Gelände zu betreten.
Ich habe mir in den letzten Wochen einige Videos von "linken" Demonstrationen angesehen. Egal ob Kohle oder "gegen Rechts", man zeigt eine extreme Aggressivität und Intoleranz und ist völlig von Sinnen. Es wird überhaupt nicht mehr unterschieden zwischen demokratischer Meinung und tatsächlich extremistischen Geisteshaltungen. Alles was nur in der Nähe von CDU/FDP verortet wird, wird plump niedergebrüllt, auch im Energiebereich wird keine sachliche Diskussion zugelassen.
Die Aussage von "AT" zur RAF kann ich auch überhaupt nicht teilen. Es gibt keine Rechtfertigung für Gewalt. Weder von links noch von rechts.
Was man den Grünen und der Linkspartei wirklich positiv anrechnen muss, ist, dass sie es in der Nach-RAF-Zeit geschafft haben die eytreme politische Linke bei sich in den Parteien zu binden und zu disziplinieren. Dasselbe gilt auf der anderen Seite für die AFD, die diese Aufgabe von der CDU übernommen hat.
Ich hoffe inständig, auch wenn man ihn nicht mögen muss, dass die CDU Merz als KK aufstellen wird und dass auch die SPD sich so ähnlich aufstellen wird, wie es der ehemalige NRW-Minister Groschek gefordert hat. Dann werden sich die Siskussionen, die jetzt das Land spalten wieder mehr in die Mitte der Gesellschaft verlagern und der "grüne Zauber" wird auch relativ schnell verflogen sein.
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