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Alt 26.06.2019, 13:03
Noppenzar Noppenzar ist offline
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AW: Tuning: ITTF testet neues Kontrollverfahren

Zitat:
Zitat von appelgrenfan Beitrag anzeigen
Wenn wir alles erlauben, was wir nicht 100% überwachen können, müsste viel freigegeben werden: Ladendiebstahl, Doping, Raserei auf der Landstraße, usw. Eigentlich fällt mir gar nichts ein, das wirklich zu 100% kontrolliert werden kann.

Und dann möge man noch bitte daran denken, was Gefahrenaufkleber auf TT-Material für eine Außenwirkung hätte. Jugendarbeit ade.
Mal zum Thema "echtes" Doping:

Man hat 2007 ein Gesetz verabschiedet, welches Doping in etwa mit harten Drogen gleichsetzt.

Was hat es "gebracht":

Im Leistungssport ein Hase-Igel Spiel mit extrem riskanter Nutzung klinisch unerforschter Mittel. Langjährig getestete und berechenbare Mittel mit überschaubaren NW sind kriminalisiert worden.

Im Hobbybereich haben Studien ergeben, dass die Nutzung von Steroiden etc. in Deutschland ein Allzeithoch erreicht hat. Bedient wird der Markt nicht mehr durch Apitheken oder Örzte, wie es früher dee Fall war, sondern durch die organisierte Kriminalität. Es werden mit billig gepanschten Mitteln höhere Margen erzielt als im Kokainhandel.

Zudem ist eine "Industrie" aus Laboren und Funktionären entstanden, die ihre Daseinsberechtigung einzig im Anti-Doping Kampf gründet.

Man hat also seit 2007 nichts erreicht. Wer das Geld hat bescheisst weiter und wird nicht erwischt werden. Dabei riskiert der Athlet auch noch seine Gesundheit.

Das Gesetz hat also allen Seiten nur Negatives gebracht.

Ähnlich ist es im TT mit dem "Tuning".

In Systemen, wo es auf maximale Leistung ankommt UND viel Geld im Spiel ist, versuchen Athleten immer die 2% herauszuholen, die letztendlich über Gold oder Blech entscheiden.

Die Bevölkerung ist dabei schizophren. Man geißelt den Tuner in der Bezirksliga genauso wie man den Hobbypumper für seine Testokur kriminalisiert oder beäugt.

Gleichzeitig jubelt man Sportlern zu, die im Grunde nichts anderes, nur auf höherem Niveau, machen, weil man seine Unterhaltung haben will.

Es gibt genug Athleten aus der zweiten Reihe, quer durch fast alle Sportarten, die erwischt worden sind und geächtet werden.

Egal ob Radfahrer, Skilangläufer oder Nachbehandler im TT. Die Moralisten schwingen sofort die Keule.

Das ganze System ist verlogen und mal ehrlich, sein wir doch froh, dass es im TT "nur" um das Material geht.

Man sollte Sport mittlerweile als das sehen, was es ist:

Im Spitzenbereich geht es ausschließlich um Erfolg und damit auch um Geld. Würde man Tuning freigeben bzw. hätte es nie verboten, dann gäbe es lange nicht diese Entwicklung in Richtung hochpreisige Beläge und Hölzer. Ein Profi, der mit SZLC und Tenergy spielt bringt soviel mehr Geld, als wenn er mit Allplay und Coppa spielen würde. Der Schläger ist doppelt bis dreifach so teuer.
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