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AW: Interessantes Interview von W.Schlager
Hier der Artikel von Sport1.at
Tischtennis-Asse in Athen unter Wert geschlagen
Athen - Österreichs Tischtennis-Asse sind bei den Olympischen Sommerspielen in Athen unter Wert geschlagen worden.
Die Bilanz von nur zwei Siegen in sechs Partien entspricht nicht dem Leistungsniveau von Werner Schlager und Co, doch im Zeichen der fünf Ringe gelten diesmal wohl andere Gesetze.
Auch andere Favoriten draußen
Auch etliche andere Favoriten strauchelten schon vorzeitig. Besonders die Verhältnisse in der Wettkampf-Halle brachten die ÖTTV-Truppe außer Tritt, nachdem sie sich in mehrwöchigen Camps in Top-Form trainiert hatten.
Schlager hatte sich bei der Ankunft in der griechischen Hauptstadt in ausgezeichneter spielerischer Verfassung gefühlt und diese in der Trainingshalle auch unter Beweis gestellt.
Zugluft ein Problem
Die klimatisch bedingte Zugluft in der Wettkampfhalle behagte dem Varianten-Reichtum seines Spiels nicht. Die Problematik war schon bei der Pro Tour im Jänner gegeben. Schlagers Achtelfinal-Bezwinger Timo Boll: "Uns wurde damals zugesagt, dass sie daran etwas ändern. Wir können ja nicht mehr, als uns darauf verlassen."
Mangels eines geschlossenen Auftritts der Spieler fehlte gegen die Verantwortlichen vom Internationalen Olympischen Comite (IOC) und Internationalen Tischtennis-Verband (ITTF) die Durchsetzungskraft.
Schlager für Spielergewerkschaft
"Wir brauchen eine Art Spieler-Gewerkschaft, ich bin schon lange dafür", meinte Schlager und Boll pflichtete ihm bei. Nieder gereihte Spieler dürften an einer Abschaltung der Klimaanlage jedoch wenig Interesse gehabt haben, da sie durch ihren Einsatz in früheren Runden gegen Top-Gesetzte einen Gewöhnungseffekt und Vorteil hatten.
"Das ist eine Schande für die ITTF und das IOC. Es ist schade, weil es für unseren Sport nicht positiv ist", meinte Schlager nach Bolls geglückter Olympia-Revanche für Sydney 2000. Damals hatte de Niederösterreicher den Deutschen im Achtelfinale ausgeschaltet.
Rückflug am Freitag
"Es hat auch hier schöne Bälle gegeben, aber nicht so viele. Es könnte normal jeder Ballwechsel attraktiv sein." Auch Karl Jindrak war nach dem Platzen des vier Jahre verfolgten Olympia-Traums erbost: "Den Herrschaften war es wichtiger, dass die Zuschauer nicht schwitzen."
Schlager will nun schon am Freitag nach Hause fliegen, ursprünglich war sein Rückflug für nächsten Dienstag geplant. "Ich habe daheim einiges zu erledigen. Ab 5. September geht's ja schon wieder in ein Trainingslager nach Italien.
Seine dritten Spiele wird der 31-Jährige trotz sportlicher Enttäuschung in guter Erinnerung behalten. "Ich werde gerne zurückblicken. Das Olympische Dorf, das österreichische Team ist Klasse, alle sind leiwand. Aber ich muss auch nach vor schauen, es geht schon bald mit der Pro Tour weiter."
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